Einst an prominenter Stelle im Eingangsbereich des Weißen Hauses platziert, hängen die offiziellen Porträts von Ex-Präsident Barack Obama sowie den ehemaligen Präsidenten George W. Bush und George H. W. Bush nun an einem deutlich weniger zugänglichen Ort. Wie die US-Nachrichtenagentur CNN unter Berufung auf mehrere Quellen berichtete, ließ Präsident Donald Trump die Bilder an den oberen Bereich der sogenannten Grand Staircase verlegen – einem stark eingeschränkten Bereich, der nur von Mitgliedern der Präsidentenfamilie, dem Secret Service und ausgewählten Mitarbeitenden betreten werden darf.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Damit sind die Porträts für die Tausenden Besucherinnen und Besucher, die jährlich an Führungen teilnehmen, nicht mehr sichtbar. Nach bisherigem Protokoll- und Tradition im Weißen Haus werden die Gemälde der jüngsten Präsidenten normalerweise gut sichtbar im Eingangsbereich der Residenz aufgehängt, damit Gäste und offizielle Delegationen sie sehen können.
Verlegung von Obama-Porträt: Nicht das erste Mal
Das Obama-Porträt war bereits im April innerhalb des Weißen Hauses versetzt worden, um Platz für ein Bild zu schaffen, das Trump bei einem Attentatsversuch in Butler, Pennsylvania, zeigt. Laut CNN ist der Präsident in nahezu alle gestalterischen Entscheidungen im Weißen Haus involviert – ob groß oder klein.
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Die Entscheidung, die Porträts von Obama und den beiden Bushs an einen abgeschiedenen Ort zu verlegen, wird in den USA als weiteres Zeichen der angespannten Beziehungen zwischen Trump und seinen Vorgängern gewertet. Zwischen Trump und Obama bestehen seit Jahren politische Spannungen. Erst kürzlich warf Trump Obama und Mitgliedern seiner Regierung erneut vor, während der Wahl 2016 Landesverrat begangen zu haben – Vorwürfe, die Obamas Büro als „abstrus“ und „Ablenkungsmanöver“ bezeichnete.
George H. W. Bush hatte Trump als „Wichtigtuer“ bezeichnet
Auch das Verhältnis zur Bush-Familie ist belastet. Der 2018 verstorbene George H. W. Bush hatte Trump in einer Biografie als „Wichtigtuer“ bezeichnet, sein Sohn George W. Bush wurde von Trump öffentlich als „gescheitert“ kritisiert.
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In der modernen Geschichte des Weißen Hauses werden die offiziellen Porträts in einer Zeremonie enthüllt, zu der der amtierende Präsident und die First Lady ihr Vorgänger einladen. Diese Tradition geht auf die 1960er-Jahre unter First Lady Jacqueline Kennedy zurück und wird in der Regel von der gemeinnützigen White House Historical Association finanziert.





