Bei der Bahn hat es innerhalb von zwei Tagen einen dritten mutmaßlich vorsätzlich verursachten Kabelbrand gegeben. Nach zwei am Donnerstag in Düsseldorf gezündeten Brandsätzen ist diesmal Sachsen-Anhalt betroffen. Dort sei am Freitagabend an einer Strecke in Höhe des Ortsteils Webau in Hohenmölsen ebenfalls ein Kabelbrand entdeckt worden, teilte die Deutsche Bahn mit.  Es sei etwa eine Fläche von 100 mal 40 Zentimetern betroffen gewesen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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„Ersten Ermittlungen zufolge liegt auch diesem Kabelbrand eine Brandstiftung zugrunde.“ Es handele sich um eine Güterverkehrsstrecke für Kohletransporte. Eine Sprecherin sagte auf Nachfrage, der Personenverkehr sei nicht beeinträchtigt. Es handele sich um eine nicht elektrifizierte Strecke. 

Der Polizeisprecher in Halle erklärte, die Strecke sei nach Abschluss der Tatortarbeit wieder freigegeben und die Funktionsfähigkeit einer betroffenen Schrankenanlage vorerst wiederhergestellt. „Die Arbeiten zur kompletten Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit werden voraussichtlich noch bis Montag andauern.“

Zugverkehr auf auf betroffener Strecke in Nordrhein-Westfalen wieder freigegeben

Zuvor hatten mutmaßliche Brandstifter auf der Strecke Düsseldorf-Duisburg seit Donnerstag die wichtige Nord-Süd-Verbindung der Bahn lahmgelegt. Wie das Unternehmen mitteilte, waren Hunderte Züge im Fern- und Regionalverkehr betroffen, die täglich über diesen Abschnitt durch das Ruhrgebiet fahren. 

Nach aufwendigen Reparaturarbeiten an den zerstörten Kabeln ist der Zugverkehr auf den betroffenen Strecken seit dem frühen Samstagmorgen wieder freigegeben. „Es läuft alles wieder wie es sein sollte“, sagte eine Bahn-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. 

Die Polizei geht von Sabotage aus, der Staatsschutz ermittelt. Laut NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sind mutmaßlich Linksextremisten für den Anschlag verantwortlich.

dpa