Ein Anti-Schnarch-Kinnband, Pfeffer- und Salzstreuer in Erpel-Optik, eine schwangere Meerjungfrauen-Barbie – regelmäßig belustigt mich die bizarre Werbung auf Instagram. Sie nervt mich (noch?) nicht so sehr, dass ich Geld für ein werbefreies Abo-Modell bei Instagram oder Facebook bezahlen würde.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Zum Hintergrund: Im Juli ploppte bei vielen Nutzerinnen und Nutzern von Instagram und Facebook erneut die Meldung auf, entweder der Datennutzung und personalisierten Werbung auf den Plattformen zustimmen zu müssen – oder für ein werbefreies Abo bis zu 7,99 Euro pro Monat zu zahlen. Doch diese Wahl wirkt weniger wie eine Entscheidung, sondern wie Erpressung.

Werbung auf Meta: Der Deal Geld gegen Datenschutz geht nicht auf
Viele werden sich das Abo nicht leisten können – oder wollen. Und es könnte gegen geltendes Recht verstoßen: Laut Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) muss die Zustimmung zur Nutzung personenbezogener Daten freiwillig erfolgen. Doch wie freiwillig ist die Zustimmung, wenn das einzige kostenlose Angebot mit Daten bezahlt werden muss – und echte Alternativen zu Instagram und Facebook fehlen?
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Kritisch ist zudem: Der Deal „Geld gegen Datenschutz“ geht nicht einmal auf. Denn ob Abo oder nicht: Der Konzern sammelt so oder so personenbezogene Daten, sie fließen im Abo nur nicht in das „Werbeerlebnis“ ein, wie Meta es nennt. Wofür das Unternehmen sie nutzt, bleibt unklar. Transparenz fehlt.
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Meta steht zu Recht in der Kritik, Menschen für das vermeintliche Grundrecht auf Datenschutz zur Kasse zu bitten. Mehrere Verbraucherzentralen und -verbände haben Klage eingereicht. Gerichte müssen nun klären, ob Meta mit seinem Modell gegen die DSGVO oder den Digital Markets Act verstößt.
Egal, wie User sich entscheiden, Meta kassiert weiter – ob durch Werbeeinnahmen oder Abo-Erlöse.






