Schwerer Fall von Antisemitismus? Auf den sozialen Medien kursiert derzeit das Video einer Festnahme. Darin zu sehen ist eine Frau, wie sie von spanischen Sicherheitskräften gewaltsam zu Boden gedrückt wird. Ein Mann legt ihr Handschellen an, während im Hintergrund aufgeregte Rufe zu hören sind. Der Vorfall ereignete sich im Zugang zu einem Flugzeug, Medienberichten zufolge am Flughafen von Valencia.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die Aufnahme soll laut israelischen Medien bereits am Mittwoch entstanden sein. Demnach saß eine jüdische Studentengruppe bereits im Flugzeug. Sie wollten gerade mit der Billiggesellschaft Vueling den Rückweg von ihrem spanischen Sommerlager antreten, als die rund 50 Jugendlichen des Fliegers verwiesen wurden. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie die 21-jährige Betreuerin von Sicherheitskräften festgenommen wird.

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Vueling: Zwei Sichtweisen – eine wiegt schwer

Doch was war geschehen? Über die Hintergründe des Vorfalls kursieren zwei Erzählungen – eine davon wiegt besonders schwer. Laut der Fluggesellschaft Vueling habe sich die Gruppe äußerst störend verhalten und den sicheren Ablauf des Fluges gefährdet. Die Gruppe sei falsch mit der Notfallausrüstung umgegangen und habe sich Anweisungen des Personals widersetzt. „Wir weisen jegliche Andeutung, dass die Entscheidung unserer Crew mit der Religion der betroffenen Passagiere zusammenhängt, kategorisch zurück“, heißt es in einer Mitteilung. „Diese Entscheidung wurde ausschließlich zum Schutz aller Passagiere getroffen.“ Nach mehreren Warnungen habe die Besatzung den Sicherheitsdienst gerufen.

Israels Minister für Diaspora-Angelegenheiten, Amichai Chikli, hingegen spricht von „einem der schwerwiegendsten“ antisemitischen Vorfälle der jüngeren Zeit. Verschiedene Medien berichten nämlich unter Berufung auf Reiseteilnehmer, die Kinder zwischen 10 und 15 Jahren hätten an Bord des Flugzeugs lediglich laut auf Hebräisch gesungen.

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 „Mein Sohn war im Flugzeug. Ein Kind sang ein Lied auf Hebräisch, und das Personal drohte, die Polizei zu rufen“, sagte Karine Lamy, die Mutter eines der Kinder, dem israelischen Sender „i24“. „Ich habe weder Lärm noch Geschrei gehört“, sagte ein Passagier namens Damien, der rund 10 Reihen hinter den Kindern saß, „LeParisien“: „Während der Sicherheitsbesprechung sagte Vueling, sie würden aus Sicherheitsgründen die Polizei rufen. Niemand verstand wirklich, was los war.“

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Der Veranstalter des Ferienlagers „Kineret-Camp“ erklärte laut Berichten in einer Nachricht an die Eltern, dass man rechtliche Schritte gegen die Fluggesellschaft einleiten werde. Der israelische Minister für Diaspora-Angelegenheiten sprach in einem Beitrag auf der Plattform „X“ von einer „Lügenkampagne der Hamas“.

mit kna