Er will soziale Medien wie Alkohol und Zigaretten beschränken: Mario Voigt (CDU), Ministerpräsident von Thüringen, hat in einem Interview einen besseren Schutz Jugendlicher auf Social Media gefordert. „Angesichts der nachgewiesenen negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit brauchen wir eine Altersgrenze für Social Media – frühestens ab 16“, sagte er der „Welt“.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Der Schutz von Kindern und Jugendlichen müsse oberste Priorität haben – auch im Internet. „Aus gutem Grund erlauben wir ja Alkohol und Zigaretten erst ab 16 oder 18“, erklärte er der Zeitung. Minderjährige seien in sozialen Netzwerken mit Inhalten wie Brutalität und Pornos konfrontiert. Nur die wenigsten können ihm zufolge damit umgehen. Außerdem kündigte er eine Kampagne an: Voigt will ein Verbot von Smartphones im Unterricht an Grundschulen in Thüringen durchsetzen.

Altersgrenze auf TikTok und Co.: Umfrage zeigt, wie Deutsche dazu stehen

Justizministerin Stefanie Hubig (SPD), Bildungs- und Familienministerin Karin Prien (CDU) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatten sich in den vergangenen Wochen für eine Altersgrenze für die Nutzung von sozialen Netzwerken ausgesprochen. Auf EU-Ebene sind entsprechende Grenzen ebenfalls im Gespräch. Auch Julia Becker, Verlegerin der Funke-Mediengruppe, zu der auch diese Redaktion gehört, hat sich für eine Altersgrenze in sozialen Netzwerken ausgesprochen.

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Zuletzt hatten in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov 70 Prozent der Befragten angegeben, für ein Mindestalter in sozialen Medien zu sein. Demnach waren 57 Prozent der Befragten für eine Altersgrenze ab 16 Jahren für die Nutzung sozialer Medien. 16 Prozent wollten sogar ein Mindestalter von 18 Jahren.

Lediglich fünfzehn Prozent der Befragten hielten keine Altersbeschränkung für den Zugang zu sozialen Medien wie Facebook, Instragram oder TikTok für notwendig. Mit „Weiß nicht/keine Angabe“ antworteten elf Prozent. Besonders viel Zustimmung erhielt das Mindestalter in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen (80 Prozent) sowie der 25- bis 34-Jährigen (79 Prozent). Bei den 18- bis 24-Jährigen stimmten nur 65 Prozent der Befragten zu.