Was bleibt von dem Sommerinterview der ARD mit AfD-Chefin Alice Weidel in Erinnerung? Nicht, dass Weidel den Fragen von Moderator Markus Preiß immer wieder auswich. Nicht, dass sie keine Ideen für eine nachhaltige Finanzierung der Sozialsysteme hat. Und auch nicht, dass sie die saftige Erhöhung der Bezüge für sich und ihren Co-Vorsitzenden der Bundestagsfraktion Tino Chrupalla auf insgesamt 24.000 Euro im Monat nicht schlüssig begründen konnte.
Von dem Interview bleiben nur Krach und eine blamierte ARD in Erinnerung. Die AfD kann sich mal wieder ins Fäustchen lachen.
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Der Sender hatte die AfD-Chefin für seine Reihe der Sommerinterviews mit Spitzenpolitikern inmitten des Regierungsviertels auf der Plattform einer Treppe eines Bundestagsgebäudes platziert, mit Blick auf die Spree und den Reichstag. Auf die unangemeldete Störaktion auf der anderen Spreeseite war die ARD aber nicht vorbereitet – das Interview endete im Desaster.
ARD-Sommerinterview: Die Störer haben AfD-Chefin Weidel einen Gefallen getan

Der Radau machte ein Gespräch nach journalistischen Maßstäben unmöglich. Es wäre besser gewesen, die Sendung wäre abgebrochen worden, was während eines Einspielfilms von den Beteiligten auch erwogen worden war.
Die Störer haben der AfD-Vorsitzenden einen Gefallen getan. Weidel ist mit Halbantworten durch die Sendung gekommen – und erhält durch das im Chaos geendete Interview dennoch maximale Aufmerksamkeit.

Eine harte Auseinandersetzung mit den Positionen der AfD war durch den Lärm nicht möglich. Zudem ist eine solche Aktion Wasser auf die Mühlen der Partei, die einen unfairen Umgang der Medien beklagt und sich gerne als Opfer etablierter Kräfte darstellt.




