Die ultraorthodoxe Schas-Partei hat am Mittwoch bekannt gegeben, aus der israelischen Regierung und der Koalition auszutreten. Das berichteten mehrere israelische Medien. Premierminister Benjamin Netanjahu bleibt damit zwar an der Macht, hat allerdings keine Mehrheit mehr im Parlament.
Aktuelle News aus dem Nahen Osten
Die Partei begründete ihre Entscheidung mit Meinungsverschiedenheiten bei der Wehrpflicht. Bereits Anfang der Woche hatte sich eine andere Partei deswegen aus der Koalition verabschiedet. Streng religiöse Männer waren in Israel jahrzehntelang von der Wehrpflicht befreit. Eine Neuregelung dieser Ausnahme gelang der Regierung nicht.
Die Schas-Partei bleibe laut „Times of Israel“ jedoch erst einmal Teil von Netanjahus Koalition und will zudem keine Neuwahlen. Es werde erwartet, dass die Minister der Partei am Donnerstag ihre Posten aufgeben.
dpa/emi





