Bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat Donald Trump mit einem Ultimatum gedroht: Wenn nicht in 50 Tagen eine Einigung über eine Waffenruhe stehe, wolle man Russlands Verbündeten China und Indien „sehr harte Zölle auferlegen“, so der US-Präsident. Konkret spricht er von Sekundärzöllen in Höhe von 100 Prozent. Man sei „wirklich nicht glücklich mit Russland“, so Trump. „Ich bin sehr, sehr enttäuscht von Präsident Putin.“ Man hoffe, dass es nicht zur Verhängung der Zölle komme. Allerdings sei Trump „das Gerede“ leid.
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Bezug nehmend auf die geplanten Waffenlieferungen spricht Trump von „einem großartigen Deal“ in Milliardenhöhe: Man werde „topmoderne Waffen herstellen und sie an die Nato schicken. Einige werden sie behalten – andere werden sie weiterleiten.“ Zuvor hatte Trump angekündigt, der EU das Luftverteidigungssystem Patriot zu verkaufen, damit es von dort auf an die Ukraine geliefert werden könne. Auf Nachfrage, ob auch Patriots Teil des Deals seien, bestätigt Trump: „Ja, es ist das ganze Paket mit den Abschussbatterien.“ Es werde innerhalb von Tagen geliefert. Die Rede ist konkret von insgesamt 17 Patriot-Systemen.
Mark Rutte fügte hinzu, dass sich die Nato und die USA auf „massive“ Waffenlieferungen für die Ukraine geeinigt hätten. „Wenn ich Wladimir Putin wäre, würde ich die Sache jetzt deutlich ernster nehmen“, so der Nato-Chef. Er bestätigte Trumps Drohung gegenüber Russland, dass die USA Sekundärzölle gegenüber China und Indien erheben möchten.
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Trump verfällt in Tirade des Selbstlobs
Zeitweise verfiel der US-Präsident in eine Tirade des Selbstlobs, brüstete sich damit, dass die USA bereits Kriege im Kongo beendet hätten. „Wenn ich Präsident gewesen wäre, wäre das nie passiert“, so Trump über den Krieg in der Ukraine. „Das ist ein Biden-Krieg, das ist ein Demokraten-Krieg – das hat nichts mit Trump zu tun“, wetterte der Präsident los.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Erstaunlicherweise aber hält er den Ukrainern zugute, „mit viel Mut“ zu kämpfen. Die lobenden Worte gegenüber dem angegriffenen Land, gepaart mit harscher Kritik an Russland, ist bemerkenswert. In der jüngsten Vergangenheit hatte Trump oft Zweifel gesät, auf wessen Seite die USA stehen – etwa bei Selenskyjs Besuch im Oval Office. Trump macht aber ebenso deutlich: Zwischen der Ukraine und den USA liege der Ozean. Etwaige Waffensysteme wolle man zwar liefern – aber nicht bezahlen.







