Der Truppentransporter A400M ist eines der modernsten Flugzeuge der deutschen Luftwaffe. Nun will ihn der Hersteller Airbus für die moderne Kriegsführung weiterentwickeln, berichtet das Portal „Heise“. Künftig sollen mit dem A400M auch Drohnen in Konfliktgebiete gebracht werden können. Zudem sollen die Drohnen auch von dem Truppentransporter aus gesteuert werden. Daneben will Airbus die Selbstverteidigungsmöglichkeiten des Flugzeugs weiter verstärken.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Insbesondere die heute schon genutzte Möglichkeit der Luft-zu-Luft-Betankung sorgt dafür, dass der A400M sehr lange in der Luft bleiben kann. Das macht seine Nutzung als fliegende Kommunikationszentrale sehr attraktiv. So könnte der A400M Teil einer gemeinsamen Combat Cloud sein und mit einer Breitband-Verbindung Echtzeitinformationen über Drohnen an Einsatzleiter in der Luft und am Boden weiterzugeben.

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Truppentransporter als Drohnen-Mutterschiff

Auch als Drohnen-Hub könnte der A400M künftig zum Einsatz kommen. Schon 2022 hatte Airbus den Einsatz des Flugzeugs als Drohnen-Mutterschiff ausprobiert. Demnach können mit dem A400M bis zu 50 kleine oder zwölf große Drohnen in Einsatzgebiete gebracht und dann vom Flugzeug aus gestartet werden. Diese können dann die bemannten Flugzeuge bei ihren Missionen unterstützen.

Mehr rund um die Bundeswehr

Auch soll der A400M weitere Selbstverteidigungssysteme erhalten. So sollen etwa 23 der 45 bisher an die Bundeswehr ausgelieferten Maschinen mit Direct Infrared Counter Measures (DIRCM) ausgerüstet werden, um feindliche Lenkflugkörper mit Infrarot-Suchköpfen abwehren zu können. Auch der Einbau von Störsystemen, um aus sicherer Entfernung feindliche Systeme behindern zu können, wird von Airbus geplant. Genügend Platz für den Einbau mehrerer derartiger Antennen gibt es laut Airbus jedenfalls.

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A400M soll auch als Löschflugzeug eingesetzt werden

Doch nicht nur für militärische Einsätze will Airbus den A400M weiterentwickeln. Airbus arbeitet aktuell auch an einem Feuerlösch-Zusatz, mit dem die Maschine als Löschflugzeug eingesetzt werden kann. Strukturelle Umbauten am Flieger muss es dafür nicht geben – das System wird einfach in das Flugzeug eingeschoben und lässt sich offenbar genauso leicht wieder ausbauen. Bei Tests in Frankreich konnten so 20.000 Liter Löschmittel auf einen Schlag über einem Brand abgeworfen werden.

jst/FMG