Die sogenannte „Kaiserreichsgruppe“ soll nicht nur einen landesweiten Stromausfall geplant haben. Die Gruppe im Reichsbürgermilieu steht im Verdacht, die Entführung des ehemaligen Gesundheitsministers Karl Lauterbach vorbereitet zu haben. Vor diesem Hintergrund führten am Montag rund 50 Beamte in Mecklenburg-Vorpommern eine Razzia durch. Wie das Landeskriminalamt auf Anfrage mitteilte, waren an der Aktion in Groß Wokern (Landkreis Rostock) auch Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos beteiligt. 

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die Durchsuchung sei auf Veranlassung der Generalstaatsanwaltschaft in Hamburg wegen des Verdachts auf politisch motivierte Kriminalität angeordnet worden. Das Ermittlungsverfahren werde von der Zentralstelle Staatsschutz bei der Generalstaatsanwaltschaft Hamburg geführt, bestätigte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft. 

Mecklenburg-Vorpommern: Das soll die „Kaiserreichsgruppe“ geplant haben

Es gehe um den Vorwurf der mutmaßlichen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und des Verdachts der Beihilfe zur Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens. Dabei handele es sich um die „mutmaßliche Unterstützung der Kaiserreichsgruppe“. Bei der Razzia wurde laut Mitteilung das Wohnhaus eines 54-Jährigen durchsucht. Ihm wird vorgeworfen, „eine der Reichsbürgerszene nahestehende Gruppierung unterstützt zu haben.“

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Gegen Mitglieder der „Kaiserreichsgruppe“ wurden oder werden an deutschen Gerichten bereits mehrere Verfahren geführt. Die Gruppe soll einen gewaltsamen Umsturz geplant haben. Als Teil des Plans soll sie einen landesweiten Stromausfall und die Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vorbereitet haben. Zudem sollte eine neue Verfassung nach Vorbild des Kaiserreichs von 1871 eingeführt werden.

daw/dpa