Der Gründer der verbotenen „Reichsbürger“-Gruppe „Königreich Deutschland“, Peter Fitzek, ist in Untersuchungshaft. Der
Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof setzte einen Haftbefehl gegen ihn in Vollzug, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte.
Die oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde hatte Fitzek und drei weitere mutmaßliche Rädelsführer der Vereinigung am Dienstag festnehmen lassen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zuvor die aktuell größte Gruppierung sogenannter Reichsbürger und Selbstverwalter verboten. In mehreren Bundesländern wurden vom „Königreich Deutschland“ genutzte Gebäude sowie Wohnungen führender Mitglieder durchsucht. Die Bundesanwaltschaft ließ gleichzeitig vier mutmaßliche Rädelsführer festnehmen – darunter Fitzek, der die Vereinigung 2012 gründete und sie als sogenannter „Oberster Souverän“ anführt.
Peter Fitzek muss in U-Haft: Festnahmen in drei Bundesländern
Neben ihm wurden auch zwei weitere mutmaßliche Gründungsmitglieder festgenommen, die den Angaben der Bundesanwaltschaft zufolge als Fitzeks Stellvertreter mit ihm die oberste Leitungsebene bildeten. Der vierte Mann war demnach für die Finanzen der Gruppe zuständig. Die Karlsruher Behörde wirft ihm vor, Fitzek bei unerlaubten Einlagengeschäften geholfen zu haben. Die Männer wurden in Rheinland-Pfalz, Sachsen und Brandenburg festgenommen.
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Drei von vier Haftbefehlen setzte der Ermittlungsrichter heute in Vollzug. Der letzte Beschuldigte soll am Mittwoch in Karlsruhe vorgeführt werden. Die Ermittlungen gegen die Rädelsführer liegen laut Bundesanwaltschaft „aufgrund der besonderen Bedeutung“ bei der Behörde. Das vereinsrechtliche Verfahren führt das Bundesinnenministerium.
daw, les, dpa


