Die Atombombe in der Hand der Mullahs ist seit Jahren ein Alptraum der zivilisierten Welt und an Warnungen, aber auch Verhandlungen, hat es nicht gemangelt. Nichts davon hat irgendetwas bewirkt. Erst diese Woche kündigte die iranische Nachrichtenagentur an, man werde „an einem sicheren Ort“ eine dritte Uran-Anreicherungsanlage errichten. Auch Donald Trump, der schon den Ukraine-Krieg „am ersten Tag“ beenden wollte, kam beim Iran nicht voran.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Jetzt hat Israels Regierung mit ihren jahrelangen Drohungen Ernst gemacht und mit einem Militärschlag reagiert. Das Land wehrt sich gegen eine Bedrohung, die viel monströser ist als der alltägliche Terror und die vielen Raketen- und Drohnenangriffe, an die sich die Weltöffentlichkeit erschreckend gewöhnt hat. Das ist mutig, weil die USA überraschend offiziell bei Seite stehen. Und der Schlag kommt in einer schwierigen Zeit, in der die Regierung Netanjahu zu Recht wegen der Situation in Gaza in der Kritik steht.

Merkels Versprechen wird auf die Probe gestellt
Aber die Situation in Gaza und die Bedrohung durch den Iran darf man nicht vermengen. Bei Teherans Atomprogramm geht es um die Existenz Israels. Irans Präsident Khamenei persönlich verwendete schon den Begriff „Endlösung“ und lobte bei einem Freitagsgebet – ein Gewehr an seiner Seite – den barbarischen Terrorangriff vom 7. Oktober auf friedlicher Partygänger und Kibbuz-Bewohner.
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Irans Absichten sind also unzweideutig und die Verantwortung für die gefährliche Lage trägt man in Teheran. Während Bomber und Raketen fliegen, kommt jetzt ein Satz auf den Prüfstand, den Angela Merkel 2008 in Jerusalem formuliert hatte. Die Kanzlerin sprach von der „historischen Verantwortung“ Deutschlands, die „Teil der Staatsräson“ sei. Die Sicherheit Israels sei „niemals verhandelbar“.
Dieses Versprechen muss jetzt eingelöst werden, mindestens mit eindeutiger Solidarität und einem entschlosseneren Boykott des Iran. Sonst bleibt es für alle Zeiten wertlos.







