Nach Israels Beschuss auf iranische Atomanlagen und den Vergeltungsmaßnahmen der Mullahs ist der Flugverkehr über der Region zum Erliegen gekommen. Dort, wo sich auf Portalen wie „Flightradar24“ normalerweise unzählige Flugzeug-Piktogramme tummeln, klafft am Freitagmorgen ein Loch. Kein Flugzeug ist im Luftraum über dem Nahen Osten zu identifizieren.
9-second video of the clearing of Iranian and Iraqi airspace. pic.twitter.com/VZLWbmk9sC
— Flightradar24 (@flightradar24) 13. Juni 2025
Betroffen sind laut den Tracking-Portalen die Länder Israel und Iran – aber auch Syrien, Irak, Jordanien und Libanon. Stattdessen reihen sich die Flugzeuge, südlich der Konfliktregion, im Luftraum von Kuwait, Saudi-Arabien und über der ägyptischen Sinaihalbinsel aneinander.
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Bestätigt ist mittlerweile, dass Israel, Irak und Jordanien den Luftraum vorsorglich gesperrt haben – laut Staatsmedien auch der Iran. Zahlreiche Airlines leiten ihre Flüge um, beziehungsweise streichen solche mit Zielen in betroffenen Regionen. Wie auf „Flightradar24“ zu erkennen ist, brachten Gesellschaften wie El Al, Israir und Arkia aus Angst vor iranischen Gegenschlägen ihre Maschinen kurz nach dem israelischen Angriff außer Landes – vermutlich leer. An Flughäfen wie dem in Tel Aviv werden auf den Portalen keine Flugzeuge mehr angezeigt.

Der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv hatte zudem auf seiner Webseite mitgeteilt, er sei für alle Ab- und Anflüge bis auf weiteres gesperrt. Am Freitagvormittag war die Homepage nicht mehr erreichbar. „Angesichts der jüngsten sicherheitspolitischen Entwicklungen und gemäß den Anweisungen der Sicherheits- und Luftfahrtbehörden zur Schließung des Luftraums über Israel informiert die Fluggesellschaft El Al über die Einstellung ihrer Flüge von und nach Israel“, teilte etwa die größte Luftlinie des Landes mit. Üblicherweise fliegt El Al auch in Kriegssituationen. „Wir rufen die Passagiere auf, sich auf eine Übernachtung im Ausland einzustellen – bis eine Änderung der Sicherheitslage eintritt“, hieß es weiter in der Mitteilung. Flüge, die sich bereits auf dem Weg nach Israel befanden, seien zu anderen Flughäfen umgeleitet worden. „Auch alle Flüge, die von Israel starten sollten, sind bis auf weiteres gestrichen.“
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So äußert sich die Lufthansa
In Deutschland ist bislang von der Lufthansa bekannt, dass sie Flüge in den Iran aussetzt. Im aktuellen Flugplan der Lufthansa stehen wöchentlich fünf Flüge von Frankfurt/Main nach Teheran und in der Gegenrichtung. „Ebenso werden sowohl der iranische als auch der irakische und israelische Luftraum vorerst nicht für Überflüge genutzt“, teilte die Lufthansa-Sprecherin mit. Israel fliegt die Lufthansa-Gruppe aus Sicherheitsgründen seit Anfang Mai nicht an. Nach jüngster Planung der Fluggesellschaft wird der Flughafen in Tel Aviv bis einschließlich 22. Juni nicht bedient.
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Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt halten sich die Auswirkungen der jüngsten Eskalation nach Angaben einer Sprecherin des Betreibers Fraport bislang in Grenzen. Nach ihren Angaben wurden zwei ankommende Lufthansa-Flüge aus Teheran für Freitag beziehungsweise Sonntag gestrichen, außerdem ein für diesen Samstag geplanter ausgehender Flug nach Teheran. Zudem mussten nach ersten Fraport-Angaben vier Maschinen anderer Fluggesellschaften in Frankfurt zum Tanken zwischenlanden, weil Flugrouten länger sind aufgrund der Sperrung des iranischen Luftraums.
Der internationale Flughafen Abu Dhabi, ein wichtiges Drehkreuz in der Region, warnte vor Störungen im Flugbetrieb. „Am Zayed International Airport ist heute mit Flugunterbrechungen zu rechnen“, erklärte der Flughafenbetreiber im Onlinedienst X. Passagieren wurde geraten, sich vorab bei ihrer Fluggesellschaft zu informieren. Die Fluggesellschaft Emirates annullierte alle Flüge von und nach Iran, Irak, Jordanien und Libanon.
mit dpa, afp






