Ein Polizist der Stadt Los Angeles hat vor laufender Kamera auf eine Reporterin geschossen. Ein Video des Vorfalls verbreitet sich derzeit auf der Plattform „X“. Dort ist zu sehen, wie die US-Korrespondentin des australischen Senders 9News Australia, Lauren Tomasi, über die Ankunft der Polizei in der Innenstadt von Los Angeles berichtet, wo derzeit Proteste gegen Donald Trumps Abschiebepolitik stattfinden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Kurz nachdem Tomasi ihre Sätze in die Kamera gesprochen hat, schwenkt die Kamera leicht nach links und filmt mehrere Polizisten. Einer von ihnen erhebt in dieser Sekunde seine Waffe, zielt auf die Reporterin und drückt ab. Tomasi wird am Bein getroffen – offenbar durch ein Gummigeschoss. Die Reporterin und der Kameramann rennen sofort weg. Auf die Frage, ob alles okay sei, gibt Tomasi ihrem Kameramann – hörbar unter Schock – Entwarnung. „Ja, mir geht‘s gut. Ich bin okay!“, hört man Tomasi rufen.
U.S. Correspondent Lauren Tomasi has been caught in the crossfire as the LAPD fired rubber bullets at protesters in the heart of Los Angeles. #9News
— 9News Australia (@9NewsAUS) 9. Juni 2025
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Einen britischen Nachrichtenfotografen traf es dagegen deutlich heftiger: Er musste nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA Press notoperiert werden. Nick Stern habe am Samstag eine Konfrontation zwischen Demonstranten und der Polizei in Paramount, einem vorwiegend von Einwanderern aus Lateinamerika bewohnten Stadtteil von Los Angeles, beobachtet. Plötzlich habe sich ein 14 Millimeter langes „Schwammgeschoss“ in seinen Oberschenkel gebohrt, berichtete die Agentur. Er erhole sich derzeit von der Operation.
Proteste in Kalifornien: Trump sucht die Konfrontation
In mehreren kalifornischen Städten finden derzeit Proteste gegen die US-Regierung statt. US-Präsident Donald Trump sprach von „gewaltsamen, aufständischen Meuten“, die Los Angeles übernommen hätten – die Realität sieht aber anders aus. Bis zum frühen Sonntagabend (Ortszeit) gab es nur in der Innenstadt der weitflächigen Millionenmetropole einzelne Proteste – in einer Größenordnung, die normalerweise kaum größere Wellen schlagen würde.
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Am Rande dieser friedlichen Proteste kam es zwar auch zu gewaltsamen Ausschreitungen. Allerdings heizte sich die Lage erst richtig auf, nachdem Trump den Einsatz der Nationalgarde und sogar eine Mobilisierung des regulären Militärs befohlen hatte.
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Etwa 300 Soldaten der Nationalgarde – einige in Kampfmontur und mit automatischen Waffen – bezogen Stellung, um Gebäude des Bundes vor Protesten und Vandalismus zu schützen. Zudem stünden rund 500 Marineinfanteristen der regulären Streitkräfte bereit, um bei Bedarf einzuschreiten, teilte das zuständige Regionalkommando des Militärs mit.
lro mit dpa






