Der rasante Aufstieg der Linken war vielleicht die größte Überraschung der vergangenen Bundestagswahl. Von einer Partei, die am Rande der Fünf-Prozent-Hürde agierte und voll auf die Grundmandatsklausel setzte, zu soliden 8,8 Prozent. Über die Gründe wurde viel diskutiert, so gelten unter anderem Spitzenkandidatin Heidi Reichinnek und eine kluge Social-Media-Strategie als wichtige Faktoren.
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Doch auch nach der Wahl fällt die Linke nicht zurück, sondern sammelt sogar noch mehr Prozente. In einer aktuellen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der „Bild am Sonntag“ legt die Linke im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt auf 11 Prozent zu. Damit überholt sie die Grünen, die auf 10 Prozent fallen. Bei Insa liegt die Linke damit erstmals seit sieben Jahren vor den Grünen. In anderen Umfragen kommt die Linke zumeist auf 10 bis 11 Prozent.
Auch für die SPD gibt es einen Erfolg
Stärkste Kraft bleibt die Union mit 26 Prozent, ein Prozentpunkt weniger als vor einer Woche, aber weiterhin vor der AfD, die bei 24 Prozent liegt. Die SPD erreicht mit 17 Prozent den höchsten Wert seit vier Monaten. FDP und das BSW bleiben mit je vier Prozent unter der Mandatsschwelle, dort lagen sie auch bei der Bundestagswahl.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.
fgö/dpa






