Tesla-Chef und Tech-Milliardär Elon Musk will nach eigener Aussage seine Tätigkeit für die US-Regierung und US-Präsident Donald Trump beenden. Sein Einsatz als „besonderer Regierungsangestellter“ gehe „planmäßig“ zu Ende, schrieb Musk bei seiner Online-Plattform X. Musk stand an der Spitze der von Trump geschaffenen Regierungsabteilung für staatliche Effizienz (Doge), die vielen Regierungsbehörden die Finanzmittel drastisch kürzte.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Den Ausstieg begründet er mit Regeln, denen zufolge sein Sonderstatus auf 130 Tage begrenzt ist. Damit war im Prinzip klar, dass Musk die Position Ende Mai aufgeben müsste. Zugleich soll im Umfeld von US-Präsident Donald Trump nach Medienberichten zeitweise erwogen worden sein, die Frist durch Teilzeit zu verlängern.

Er wolle Trump „für die Gelegenheit danken, unnötige Ausgaben zu reduzieren“, fügte Musk auf X hinzu. Ungeachtet seines Rückzugs werde sich der Auftrag von Doge im Laufe der Zeit „verstärken“. Dieser Auftrag präge die Regierung als „Lebensart“, so Musk. 

News aus den USA

Elon Musk wolle sich wieder Tesla widmen

Allerdings ist Musks Rolle als Berater von Trump schon seit Wochen stark reduziert. Er kündigte vor gut einem Monat an, dass er ab Mai „erheblich“ weniger Zeit als Trumps Kostensenker im Regierungsapparat verbringen werde. Stattdessen werde er sich wieder mehr um die Belange des von ihm geführten Elektroauto-Herstellers Tesla kümmern. Zugleich sagte Musk, er wolle einen oder zwei Tage pro Woche weiterhin mit Regierungsaufgaben beschäftigt sein – wenn Trump das wolle.

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Der Präsident versuchte nicht, Musk aufzuhalten: Man müsse ihn gehen lassen, damit er sich wieder um Autos und Raketen seiner Raumfahrtfirma SpaceX kümmern könne, sagte Trump damals.

Musk wurde zum Gesicht von Trumps Kostensenkungen im Regierungsapparat – auch wenn er formell nicht das dafür gebildete Gremium Doge führte, wie das Weiße Haus in Gerichtsunterlagen festhielt. Nach eigenen Angaben sparte Doge rund 160 Milliarden Dollar ein. Doch diese Zahl wird von Kritikern in Frage gestellt. Sie sprechen unter anderem davon, dass einiges doppelt gezählt oder noch vor Doge eingespart worden sei. Musk hatte im Wahlkampf davon gesprochen, Kosten von zwei Billionen Dollar einzusparen.

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Musk wurde durch sein Vorgehen in Washington unpopulärer. Ein anderer Tech-Milliardär – Microsoft-Gründer Bill Gates – warf ihm sogar vor, er werde für den zukünftigen Tod von Millionen Kindern in ärmeren Ländern verantwortlich sein. Musk hatte sich damit gebrüstet, an einem Wochenende die US-Entwicklungshilfe-Organisation USAID in den „Holzhäcksler“ geworfen zu haben. Neben Musks rechten politischen Ansichten waren die Aktivitäten in Washington ein weiterer Grund vor allem für einige US-Käufer, keine Teslas mehr zu kaufen.

Musk hatte mehr als 250 Millionen Dollar in Trumps Wahlkampf gesteckt und war zu einem Vertrauten geworden. Am Anfang der Amtszeit von Trump war Musk häufig neben dem Präsidenten zu sehen. Ein Einschnitt war aber die Abstimmung über einen wichtigen Richterposten im Bundesstaat Wisconsin. Musk stürzte sich in den Wahlkampf - doch der von ihm unterstützte Kandidat der Republikaner verlor. Einige Beobachter meinten, dass Musks Hilfe eher den gegenteiligen Effekt hatte.

Außerdem gab es Konflikte mit Regierungsmitgliedern - die Musk verlor. Nach Medienberichten sollen er und Finanzminister Scott Bessent sich im Weißen Haus so heftig angebrüllt haben, dass Mitarbeiter dazwischengehen mussten. Mit Ablauf der Zeit in Washington kommen von Musk nun erste Worte der Kritik. So sagte er in einem Interview des Senders CBS, er sei „enttäuscht“ über das vom Präsidenten im Repräsentantenhaus durchgedrückte Gesetzespaket mit erheblichen Steuersenkungen. Es untergrabe die Kostensenkungen von Doge, argumentierte Musk.

os/afp/dpa