Der Kanzler war offenbar in Plauderlaune. Friedrich Merz war am Dienstag auf dem Digital-Festival „re:pulica“ in Berlin für ein Interview zu Gast und offenbarte dabei ein paar Details zu den Telefonaten, die er bisher mit dem US-Präsidenten Donald Trump geführt hatte. Vier sollen es inzwischen gewesen sein. Zwar sind solche Gespräche zwischen Staatschefs streng vertraulich. Zu ein paar Einblicken ließ sich der Kanzler dann aber doch hinreißen.

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Beim „WDR Europaforum 2025“ war Merz zu einem Live-Interview eingeladen worden. Und Moderator Markus Preiss interessierte sich brennend dafür, was denn zwischen den beiden Staatsmännern so gesprochen wurde. Eines sei ihm besonders aufgefallen, wie Merz laut „Bild“-Zeitung berichtete.

Merz. „Jedes dritte Wort ist ,great‘“

Als Freund großer Worte und Lobpreisungen auf sein Land – und sich selbst – habe Trump auch während des Telefonats damit nicht gespart. Auffallend oft sei dabei das Wort „great“ gefallen. „Ich will natürlich jetzt ein bisschen die Vertraulichkeit dieser Telefonate wahren. Auf der anderen Seite weiß jeder, der Trump mal im Fernsehen sieht und erlebt, wie die verlaufen könnten“, soll Merz gesagt haben. Beim Publikum sei das gut angekommen. Es lachte und Merz auch.

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Damit sich das Publikum ein besseres Bild von einem Telefonat mit Donald Trump machen konnte, erklärte Merz, dass es zwischen seinen öffentlichen Auftritten und den Telefonaten keinen so großen Unterschied geben würde. „Da gibt es nicht viele Unterschiede“, so Merz und nennt ein Beispiel aus dem Mund des Präsidenten: „Chicago is a great city“ – „Chicago ist eine tolle Stadt“. Jedes dritte Wort ist laut Merz „great“.

Trumps Entscheidungen hätten massive Auswirkungen auf Deutschland

Dem CDU-Politiker war dann aber doch wichtig, seine Erzählung auf eine seriöse Basis zurückzuholen. Also ergänzte er, dass er Gespräche mit Trump stets sehr ernst nehme. Was Trump bisher getan habe, habe „massive Auswirkungen auf die Wirtschaft in Amerika“ gehabt. Es habe auch massive Folgen auf die deutsche Wirtschaft. „Insofern nehme ich das ernst.“ Europa müsse Trump gegenüber geschlossen und einheitlich auftreten. „Und das tun wir.“