Noch bevor die sogenannte Stiftung Gaza Humanitarian Foundation (GHF) mit der Verteilung von Hilfsgütern im Gazastreifen begonnen hat, war die Kritik groß. Nach eigenen Angaben zufolge konnten nun erste Hilfsgüter die Menschen im Gazastreifen erreicht haben. Das berichteten mehrere israelische und internationale Medien unter Berufung auf eine Mitteilung der vor wenigen Monaten neu gegründeten Gaza Humanitarian Foundation (GHF) Stiftung. Die Verteilung sollten nach einem neuen Mechanismus stattfinden. Aus dem Küstengebiet wurden zugleich wieder viele Tote gemeldet. Die israelische Armee rief unterdessen die Bewohner der meisten Orte im südlichen Gazastreifens dazu auf, diese zu verlassen. 

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Bis Ende der Woche sollen mehr als eine Million Palästinenser mit der neu organisierten Verteilung von Hilfsgütern erreicht werden, hieß es in einer Erklärung. In dem Gebiet leben rund 2,2 Millionen Menschen. Die Stiftung sprach von „direkten“ Hilfslieferungen. Auch der israelische Sender Kan berichtete unter Berufung auf israelische Beamte, die erste Verteilungsstelle der GHF werde im Laufe des Tages im Gazastreifen eröffnet. Das von der islamistischen Hamas kontrollierte Innenministerium rief die Einwohner des Gazastreifens dazu auf, den neuen Verteilmechanismus zu boykottieren. 

Weitere drei Verteilzentren sollen im Gazastreifen eröffnen

Weitere drei Zentren sollen dem Bericht zufolge nach und nach den Betrieb aufnehmen. Von diesen Verteilungsstellen aus sollen Lebensmittelpakete an die Bevölkerung ausgegeben werden. Zudem sei der Bau weiterer Zentren geplant. Laut GHF sollen zunächst 60 Prozent der Bevölkerung über die vier Stellen versorgt werden.

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Die UN sehen diesen geplanten Mechanismus kritisch, unter anderem, weil Zivilisten auf dem Weg zu Verteilungszentren ins Kreuzfeuer geraten könnten und der Weg dorthin für Alte und Kranke eine unüberwindbare Hürde darstellen könnte.

Vorsitzender der GHF tritt zurück

Unterdes gab der Vorsitzende der Stiftung GHF, Jake Wood, seinen Rücktritt bekannt. Berichten zufolge hält er es nicht für möglich, den unter seiner Führung entwickelten Plan umzusetzen und gleichzeitig „die humanitären Prinzipien der Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit“ zu wahren. Wood ist ein US-Militärveteran.

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Israel hatte im März alle Hilfslieferungen in den Gazastreifen blockiert und auch die Waffenruhe mit der Hamas beendet. Damit sollte der Druck auf die Terrororganisation erhöht werden, die verbliebenen Geiseln freizulassen. Laut Israels Regierung gab es zunächst lange keinen Mangel an Hilfsgütern.

Hilfsorganisation warnen schon lange vor Hungersnot

Die Regierung in Tel Aviv beschuldigt die Hamas zudem, diese zu stehlen, um damit Geld zu machen, um ihre Kämpfer und Waffen zu finanzieren, was die Terrororganisation wiederum bestreitet. Die UN sagen, Israel habe keine Beweise dafür vorgelegt. Hilfsorganisationen warnen zudem vor einer Hungersnot im Gazastreifen.

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Mit dem neuen Mechanismus zur Verteilung der Hilfsgüter will Israel eigenen Angaben nach verhindern, dass die Hamas von den Lieferungen profitiert.

dpa/AFP/jle