Es war eine Hinrichtung, die als unmenschliche Botschaft an die ganze Welt gedacht ist: Juden und israelische Staatsbürger sind nirgends sicher. Nicht einmal in der gut bewachten Hauptstadt der Vereinigten Staaten, in Sichtweite des Kapitols.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Der Doppelmord vor dem jüdischen Museum Washingtons an einem jungen Liebespaar ist der jüngste Höhepunkt einer antisemitischen Welle, die seit geraumer Zeit durch westliche Gesellschaften schwappt. Sie beginnt mit Protesten und dem Infragestellen von Israels Existenzrecht und sie endet in diesem Fall mit niederträchtigem Mord an Unschuldigen. Das muss jeder wissen, der sich auch in Deutschland von palästinensischen Extremisten vor den Karren spannen lässt.

Nir Barkat, Wirtschaftsminister von Israel, legt am abgesperrten Tatort in der Innenstadt Blumen nieder.
Nir Barkat, Wirtschaftsminister von Israel, legt am abgesperrten Tatort in der Washingtoner Innenstadt Blumen nieder. Zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft wurden vor dem Capital Jewish Museum erschossen.© Luzia Geier/dpa | Luzia Geier

Die Gewalttat in Washington kann nicht scharf genug verurteilt werden

Die Gewalttat von Washington hat nichts mit dem berechtigten Wunsch der Palästinenser nach einem friedlichen Leben zu tun. Sie steht für sich, schürt Hass und Unversöhnlichkeit und kann nicht scharf genug verurteilt werden. Am Ende schadet sie auch den Palästinensern, von denen leider viele den Mord bejubeln.

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Richtig ist, dass der hohe Blutzoll der Bevölkerung von Gaza auch das Leben von Juden weltweit unsicherer gemacht hat. Das weiß niemand besser als der israelische Geheimdienst, der jetzt schärfere Sicherheitskonzepte für die Staatsbürger Israels entwickeln wird.

Jörg Quoos ist Chef der Zentralredaktion.
Jörg Quoos ist Chef der Zentralredaktion.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Deren Sicherheit kann mit großem Aufwand wahrscheinlich weiter verbessert werden. Der Hass jedoch, den der Doppelmord von Washington – aber auch die toten Zivilisten in Gaza – produzieren, der bleibt. Er ist der Treiber von noch mehr Gewalt und es wird erneut Generationen brauchen, um ihn zu überwinden.