Donald Trump befindet sich auf seiner ersten großen Auslandsreise seit Beginn seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident – und sie führt ihn in den Nahen Osten. Erste Station war Saudi-Arabien, wo Trump mit Kronprinz Mohammed bin Salman zusammentraf. Im Mittelpunkt des Besuchs standen wirtschaftliche Partnerschaften – insbesondere Investitionen saudischer Unternehmen in den USA. Laut Trump sagte das Königreich Investitionen in Höhe von 600 Milliarden US-Dollar zu.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Doch ein virales Video aus dem saudischen Königspalast sorgt jetzt für Aufmerksamkeit. Auf der Plattform X (früher Twitter) verbreitete sich ein Clip, in dem Trump mit geschlossenen Augen zu sehen ist – für ganze acht Sekunden. Der Vorwurf: Der Präsident sei eingenickt.

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Donald Trump: Weißes Haus nennt Vorwürfe „Fake News“

Das Weiße Haus wies diese Darstellung zurück. Steven Cheung, Kommunikationsdirektor von Donald Trump, sagte gegenüber dem US-Portal „Daily Beast“, der Präsident sei „voll aufnahmebereit gewesen und habe aufmerksam zugehört“, während er an „historischen Abkommen“ gearbeitet habe. „Präsident Trump war hellwach, nachdem er eine Investition über 600 Milliarden Dollar gesichert hatte“, teilte auch Sprecherin Anna Kelly schriftlich mit. Das Video sei „offensichtlich Unsinn“ und ein Beispiel für „Fake News“.

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Solche Vorwürfe sind für Trump nicht neu: Bereits während seines Strafprozesses in Manhattan im Jahr 2024 berichteten Medien, der Präsident sei im Gerichtssaal kurz eingenickt. Brisant ist der Vorwurf auch deshalb, weil Trump selbst seinen damaligen demokratischen Kontrahenten Joe Biden regelmäßig als „Sleepy Joe“ verspottet hatte – zuletzt noch im März im US-Fernsehen.

Donald Trump möchte eine Billion Dollar in Investitionen sichern

Trump befindet sich auf einer viertägigen Reise im Nahen Osten. Er will Investitionen aus der Region in die USA holen – idealerweise bis zu einer Billion Dollar. In Riad hat Trump bereits den neuen Übergangspräsidenten von Syrien, Ahmed al-Scharaa, getroffen. In Katar bestellte die staatliche Fluggesellschaft Qatar Airways während seines Besuchs 160 Langstreckenflugzeuge beim US-Hersteller Boeing – mit einer Option auf 50 weitere Maschinen. Der Deal hat laut Weißem Haus ein Gesamtvolumen von rund 96 Milliarden Dollar.

News aus den USA

Trumps Reise markiert einen Bruch mit der diplomatischen Tradition: Frühere Präsidenten wählten häufig Nachbarländer wie Kanada oder Mexiko für ihre erste Auslandsreise.