Nach Brandstiftungs-Vorwürfen gegen Moskaus Geheimdienste schließt Polen das russische Generalkonsulat in Krakau. Dies geschehe, weil man Beweise habe, dass die russischen Dienste einen verwerflichen Sabotageakt gegen das Einkaufszentrum in der Marywilska-Straße in Warschau verübt hätten, schrieb Außenminister Radoslaw Sikorski auf X. 

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa kündigte der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge an, dass Moskau bald angemessen auf die „unangemessenen Schritte“ Warschaus antworten werde.

Artikel über die Ukraine – für Sie recherchiert

Zwei Ukrainer sollen angeklagt werden

Am Sonntag hatte Polens Regierungschef Donald Tusk Russland für den Großbrand in dem Einkaufzentrum verantwortlich gemacht. Einige mutmaßliche Täter seien demnach bereits festgenommen worden. In einer gemeinsamen Erklärung der polnischen Innen- und Justizminister hatte es geheißen, man habe umfassende Erkenntnisse über den Ablauf der Brandstiftung gesammelt. Die Verdächtigen hätten einen Teil ihres Handelns dokumentiert.

Vor einem Jahr brannte in Warschau ein Einkaufszentrum nieder. (Archivbild)
Vor einem Jahr brannte in Warschau ein Einkaufszentrum nieder. (Archivbild)© AP/dpa | Norbert Ofmanski

Wie die Staatsanwaltschaft in Warschau nun mitteilte, ermögliche das gesammelte Material, Anklage gegen zwei ukrainische Staatsbürger zu erheben. Beide sollen demnach den mutmaßlichen Brandstiftern geholfen haben. 

Bei dem Großbrand am 12. Mai 2024 im Warschauer Einkaufszentrum „Marywilska 44“ waren rund 1.400 Geschäfte und Dienstleistungseinrichtungen zerstört worden. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen ergaben, dass das Feuer an mehreren Stellen ausgebrochen war. Ein Großteil der Händler in der Verkaufshalle stammte aus Vietnam.

fmg/dpa