Der bewaffnete Konflikt zwischen Indien und Pakistan geht weiter: Indien hat nach Angaben der pakistanischen Armee drei ihrer Luftwaffenstützpunkte mit Raketen angegriffen. Dabei handele es sich um die pakistanischen Stützpunkte Nur Khan, Murid und Shorkot, sagte Armeesprecher Ahmed Sharif Chaudhry am Samstag im Fernsehen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Er sprach von einer „unverhohlenen Aggression“ und kündigte eine „Antwort“ seines Landes an. Der Luftwaffenstützpunkt Nur Khan in Rawalpindi, wo sich das Hauptquartier der pakistanischen Armee befindet, liegt etwa zehn Kilometer von der Hauptstadt Islamabad entfernt. 

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Indien vs. Pakistan – Zwei Atommächte am Rande des Kriegs
Im Krisenmodus
 

Pakistan verkündete, seinen Luftraum bis auf Weiteres für Flugzeuge zu schließen. Die Sperre gelte von 3.15 Uhr morgens (Ortszeit; 00.15 Uhr MESZ) bis heute Mittag 12 Uhr, berichteten mehrere Medien unter Berufung auf die pakistanische Luftfahrtbehörde. Zuvor war laut indischen Medien der zivile Flugbetrieb an 32 Flughäfen im Norden und Westen Indiens auf Anordnung der Behörden bis nächsten Mittwoch eingestellt worden.

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Angesichts der sich zuspitzenden militärischen Spannungen zwischen Indien und Pakistan haben die Außenminister der G7-Staaten die Konfliktparteien zu „sofortiger Deeskalation“ und „maximaler Zurückhaltung“ aufgerufen. „Eine weitere militärische Eskalation stellt eine ernste Bedrohung für die regionale Stabilität dar“, erklärten die G7-Außenminister am Freitag in Kanada. Sie appellierten an beide Seiten, im Sinne einer friedlichen Lösung „in einen direkten Dialog“ zu treten.

Im neu entfachten Kaschmir-Konflikt hatten Indien und Pakistan zuvor ihre gegenseitigen Angriffe den dritten Tag in Folge fortgesetzt. Nach Angaben der indischen Armee flog Pakistan am Freitag Drohnenangriffe auf den indischen Teil von Kaschmir und bombardierte unter anderem die Stadt Jammu. Zuvor hatte Islamabad Neu Delhi beschuldigt, eine Eskalation zwischen den beiden Atommächten voranzutreiben.

Kaschmir-Konflikt war am Mittwoch eskaliert – Mindestens 50 Tote

Am Mittwochmorgen war der jahrzehntealte Kaschmir-Konflikt militärisch eskaliert: Indien bombardierte mehrere Ziele in Pakistan, Islamabad antwortete mit Artilleriefeuer. Seitdem wurden mindestens 50 Menschen getötet. International löste die Verschärfung der Lage Besorgnis aus. Die USA, Deutschland und die EU-Kommission riefen beide Seiten zur Deeskalation auf.

Der Kaschmir-Konflikt soll durch einen Anschlag auf indische Touristen am 22. April wiederaufgeflammt sein. Dabei starben 26 Menschen.
Der Kaschmir-Konflikt soll durch einen Anschlag auf indische Touristen am 22. April wiederaufgeflammt sein. Dabei starben 26 Menschen. © AP/dpa | M.D. Mughal

Auslöser des Wiederaufflammens des Konflikts war ein Anschlag auf indische Touristen, bei dem am 22. April im indischen Teil Kaschmirs 26 Menschen erschossen wurden. Indien wirft Pakistan die Unterstützung des Anschlags vor, die pakistanische Regierung weist die Vorwürfe zurück. Es handelt sich um die schwerste Konfrontation seit Jahrzehnten zwischen den beiden verfeindeten Nachbarländern, die bereits zwei Kriege um die Himalaya-Region Kaschmir geführt hatten.