In Rumänien hat der extrem rechte Kandidat George Simion die erste Runde der Präsidentenwahl mit großem Abstand gewonnen, aber eine absolute Mehrheit verfehlt. Die Entscheidung über den künftigen Präsidenten fällt daher bei einer Stichwahl am 18. Mai. Dabei dürfte Simion gegen den in der ersten Runde Zweitplatzierten Crin Antonescu antreten, der von der bürgerlich-sozialdemokratischen Regierungskoalition unterstützt wird.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Nach Angaben des Zentralen Wahlbüros erhielt Simion rund 40 Prozent der abgegebenen Stimmen, Antonescu 21 Prozent. Auf Platz drei kam der parteilose Bukarester Bürgermeister Nicusor Dan mit rund 18 Prozent. Drei Viertel der Wahllokale sind bislang ausgezählt. „Wir haben zusammen Geschichte geschrieben, wir nähern uns einem hervorragenden Ergebnis“, sagte Simion in einer im Fernsehen verbreiteten Ansprache.
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Wahlentscheidung am 18. Mai
Bei der Abstimmung handelte es sich um eine Wiederholungswahl. Rumäniens oberstes Gericht hatte die Wahl vom November wegen illegaler Einflussnahme Russlands annulliert, eine Wiederholung angeordnet und den rechtsextremen und prorussischen Kandidaten Calin Georgescu, der als Sieger hervorgegangen war, ausgeschlossen.
Daraufhin trat Simion in seine Fußstapfen. Sein erklärtes Ziel ist es, im Falle seines Wahlsiegs „Gerechtigkeit“ für Georgescu widerfahren zu lassen. Er schloss nicht aus, Georgescu ins Amt des Ministerpräsidenten zu verhelfen.
Simion galt im Vorfeld als Favorit. Simion lehnt Militärhilfen für das von Russland angegriffene Nachbarland Ukraine. In Rumänien, Mitglied der Europäischen Union und der Nato, bestimmt der Staatspräsident die Richtlinien der Außen- und Sicherheitspolitik.
fmg, dpa, afp





