Als hätte die Welt nicht ausreichend Krisenherde, rückt nun auch wieder die nördliche Himalaya-Region Kaschmir in den Fokus. Seit der Unabhängigkeit von Indien und Pakistan im Jahr 1947 ist die Region zwischen den Nachbarländern aufgeteilt, beide beanspruchen Kaschmir aber komplett für sich. Zwei Kriege wurden deshalb bereits geführt. Ein weiterer ist nicht mehr ausgeschlossen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Seit dem Überfall auf Touristen am Dienstag im indischen Teil Kaschmirs nahe der Stadt Pahalgam, bei dem 26 Inder und ein Nepalese ums Leben kamen, tritt der dauerhaft schwelende Konflikt wieder offen zutage. Es war der schlimmste Angriff seit vielen Jahren.
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Und die Regierung in Neu-Delhi vermutet von Pakistan unterstützte Terroristen dahinter. Seitdem schaukelt sich der Konflikt gefährlich hoch: vorübergehende Grenzschließung, Ausweisungen, Ausreiseaufforderungen – eine Strafmaßnahme folgt der anderen, die nie ohne Gegenmaßnahme bleibt.
Kaschmir-Konflikt: Wasser könnte ein Kriegsgrund werden

Vor allem in der Aussetzung des Vertrags über die Wassernutzung des Flusses Indus durch Indien liegt enorme Sprengkraft. Die Regierung in Islamabad hat bereits klargemacht: Sollte weniger Wasser in Pakistan ankommen, werde das als Kriegserklärung verstanden.
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Die Atommächte Indien und Pakistan befinden sich auf Konfrontationskurs – und das im hohen Tempo. Sie laufen Gefahr, an den „point of no return“ zu geraten, an jenen Punkt gegenseitiger Provokationen, an dem das Umkehren nicht mehr möglich ist. An dem das geschieht, was eigentlich niemand will.

Die Vereinten Nationen haben sich eingeschaltet, rufen beide Länder jetzt zu „maximaler Zurückhaltung“ auf. Ein Appell, der hoffentlich Gehör findet.






