Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ist die internationale Gemeinschaft mit einem der schwersten geopolitischen Konflikte des 21. Jahrhunderts konfrontiert. Der Krieg hat nicht nur die politischen Landschaften verändert, sondern auch tiefe menschliche und gesellschaftliche Risse hinterlassen. In zahlreichen Gesprächen mit Beteiligten – seien es Diplomaten, Soldaten, Journalisten oder Zivilisten – zeigt sich eine zunehmende Enttäuschung über die langsame und teils zögerliche Reaktion des Westens.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Andrij Melnyk, der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland, drückt diese Enttäuschung deutlich aus. Im Podcast „Im Krisenmodus“ betont er die Notwendigkeit einer entschlosseneren Haltung der westlichen Länder: „Es geht nicht nur um militärische Hilfe. Es geht darum, uns klar und eindeutig zu unterstützen. Wir brauchen keine leeren Versprechungen, sondern konkrete Taten.“ Melnyk stellt die Frage, warum der Westen nicht schneller und entschiedener reagiert, um dem aggressiven Vorgehen Russlands Einhalt zu gebieten.

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Ukraine – Keine Ruhe, kein Frieden
Im Krisenmodus
Alle Folgen

Angesichts der Verhandlungen zwischen Russland und den USA wächst die Enttäuschung in der Ukraine. In einem möglichen Deal, der von Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump ausgehandelt wird, könnte die Krim – völkerrechtlich Teil der Ukraine – an Russland übergehen. Das Gleiche gilt für die Gebiete, die Russland derzeit in den Regionen Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja kontrolliert. Ein solches Abkommen würde zudem die Hoffnungen auf eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine endgültig zunichte machen.

Russia US Reporter
Trump und Putin sind in Verhandlungen (Archivbild, 2018).© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Pablo Martinez Monsivais

Sollte dieser Deal Wirklichkeit werden, würde der Druck auf Europa erheblich zunehmen. Die USA, als bislang wichtigste Unterstützung der Ukraine, würden sich vollständig zurückziehen, während Deutschland, Frankreich, Polen und Italien sowie das Nicht-EU-Mitglied Großbritannien als verbleibende Unterstützer in den Vordergrund treten würden.

„Im Krisenmodus“ auf Englisch

Alle zwei Wochen erscheinen neue Folgen von „Im Krisenmodus“  nun auch auf Englisch. In letzten englischen Episode „Kobane: The City That Won’t Fall“ spricht Jan mit Menschen in Kobane, Syrien. Sie berichten von ihren Ängsten und den Gefahren, denen sie derzeit im Alltag ausgesetzt sind.

Die deutsche Folge finden Sie hier.

Folgen Sie dem Podcast „Im Krisenmodus“:

In unserem Podcast „Im Krisenmodus“ teilen Menschen aus Krisengebieten ihre bewegenden Geschichten. Soldaten, Helfer und betroffene Bewohner berichten aus erster Hand von den Herausforderungen des Krieges und der Krise. Journalist Jan Jessen ist vor Ort, um diese Geschichten zu erzählen. Alle zwei Wochen erscheint eine neue Folge, die uns in die unterschiedlichsten Regionen der Welt führt.

Mehr Reportagen von Kriegsreporter Jan Jessen

Haben Sie eine Anmerkung oder Frage? Schreiben uns an: krisenmodus@funkemedien.de. Dann können wir Ihre Meinung in einer der nächsten Folge besprechen.

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