Die deutsche Wirtschaft findet nicht aus der Krise: Die scheidende rot-grüne Minderheitsregierung korrigiert ihre Wachstumsprognose nach unten und geht jetzt für 2025 von einem Null-Wachstum aus. Im Januar hatte die Bundesregierung noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 Prozent im laufenden Jahr gerechnet. In der sogenannten Frühjahrprognose, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde, wird jetzt selbst diese kleine Erholung nicht mehr erwartet. Erst für 2026 geht die Bundesregierung wieder von 1,0 Prozent Wachstum aus.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Hintergrund für die Eintrübung der Lage in den vergangenen Monaten ist vor allem die Unsicherheit, die die Zollpläne von US-Präsident Donald Trump ausgelöst haben. Trump hatte Zölle auf Produkte aus zahlreichern Ländern und der EU erst angekündigt, dann ausgesetzt. Auf die exportabhängige deutsche Wirtschaft wirkt sich die Handelspolitik der USA besonders stark aus.

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„Angesichts der engen Verflechtung der deutschen Wirtschaft in die globalen Lieferketten und unserer hohen außenwirtschaftlichen Offenheit könnte der neue US-Protektionismus deutliche direkte und indirekte Auswirkungen auf unser Wirtschaftswachstum haben“, sagte der geschäftsführende Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Donnerstag. „Es ist deshalb in unserem starken Interesse, dass die EU und die USA im Rahmen der laufenden Verhandlungen eine Lösung des Zollkonflikts finden.“ Er hob dabei hervor, dass es jetzt auf die Geschlossenheit der EU ankomme. „Denn nur dann können wir in diesem Konflikt bestehen.“