Es ist nur eine kurze Mail, die Zwickaus Bürgermeisterin Constance Arndt am Montag bekam, doch ihr Inhalt ist drastisch: „Denken Sie an Walter Lübke (Anm. d. Red.: im Original mit Fehler). Immer schön aufpassen“, schrieb ihr ein anonymer Absender über ein Kontaktformular. Dort gab er als Name „Adolf Hitler“ und als mail nsu@gmail.com an.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Die Bürgermeisterin der sächsischen Stadt veröffentlichte ein Foto der Drohmail auf Instagram. „Ich weiß genau, was mit Walter Lübcke gemacht wurde. Er ist in seinem Zuhause von einem Rechtsextremisten erschossen worden. Ich denke daran, was das für mich und meine Familie bedeuten könnte“, schrieb sie dazu.
Zugleich machte sie klar: „Einschüchtern lasse ich mich nicht. Sollte der Absender noch inhaltliche Beiträge haben, stehe ich für respektvollen Austausch und konstruktive Kritik zur Verfügung!“ Sie hat demnach Strafanzeige gestellt. In den Kommentaren unter dem Post solidarisierten sich zahlreiche Menschen mit Arndt.
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Insbesondere Lokalpolitiker sind immer wieder rechtsextremen Androhungen und auch Gewalttaten ausgesetzt. Walter Lübcke (CDU) war Regierungspräsident im hessischen Kassel und wurde 2019 vom Rechtsextremisten Stephan Ernst in seinem Haus erschossen. Ernst wurde hierfür 2021 zu lebenslanger Haft verurteilt.
Der als Mailabsender genannte Nationalsozialistische Untergrund (NSU) ist vor allem in Bezug auf Zwickau brisant: Dort lebten die Mitglieder der rechtsextremen Terrorgruppe, die zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen – fast alle Migranten – ermordete.






