Bei einem Besuch der KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau haben Neuntklässler aus Görlitz eine rechtsextreme Geste gezeigt. Die vier posierten bei einer Bildungsfahrt am 13. März vor dem früheren deutschen Vernichtungslager mit dem sogenannten White-Power-Gruß und ließen sich dabei fotografieren, wie ein Sprecher des sächsischen Landesamtes für Schule und Bildung bestätigte.

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Ein Foto des Vorfalls kursiert derzeit in den sozialen Medien. Am Morgen wurde eine Anzeige bei der Polizei gestellt, wie ein Sprecher mitteilte. Aktuell laufen Ermittlungen. Die im breiteren Kontext als OK-Zeichen bekannte Geste, wird auch in der rechten Szene verwendet, da die Finger dabei ein W und ein P für „White Power“ bilden. Anders als etwa der Hitlergruß ist sie nicht verboten.
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Die Schulleitung der Scultetus-Oberschule, die die Neuntklässler besuchen, reagierte laut Angaben des Landesschulamtes umgehend und lud die Jugendlichen sowie ihre Eltern zu Gesprächen vor. Die Schüler erhielten demnach einen Schulleiterverweis und müssen Sozialstunden in einer Behindertenwerkstatt ableisten. Sie hätten sich einsichtig gezeigt, hieß es von der Schulleiterin .An der Schule und in der Klasse sind laut Landesamt keine weiteren Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund bekannt.
Vier Schüler einer Oberschule in #Görlitz haben ausgerechnet während einer Bildungsfahrt vor dem Eingang der KZ-Gedenkstätte #Auschwitz posiert und das Neonazi-Erkennungszeichen "White Power" gezeigt. Öffentlich gemacht hatte den Fall die Gruppe "Antifa Elbflorenz". 🧵 pic.twitter.com/Po3uV3cIE5
— ENDSTATION RECHTS. (@ER_Bund) April 14, 2025
Auschwitz-Birkenau war das größte Konzentrations- und Vernichtungslager, dass das nationalsozialistische Deutschland im besetzten Polen errichtete. Im Rahmen des Holocaust wurden dort etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet. Der Großteil von ihnen waren Jüdinnen und Juden, doch auch Sinti und Roma, Homosexuelle, Polen und sowjetische Kriegsgefangene starben in Auschwitz. Seit 1947 wird in der Gedenkstätte an die von den Deutschen begangenen Verbrechen erinnert.
jst/dpa





