Estland hat in der Ostsee einen Öltanker festgesetzt, der zur sogenannten russischen Schattenflotte gehören soll. Nach Angaben der Marine wurde das Schiff „Kiwala“ in estnischen Hoheitsgewässern aufgehalten, um dessen rechtlichen Status und Dokumente zu überprüfen. Der mit EU-Sanktionen belegte Tanker war in Richtung Russland unterwegs und liegt nun in einer Bucht nahe der Hauptstadt Tallinn vor Anker, wie die Behörden auf einer Pressekonferenz mitteilten. 

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die „Kiwala“ soll nach Angaben der Behörden keinen Flaggenstaat haben. Damit gemeint ist der Staat, in dem das Schiff registriert und nach dessen Recht es tätig ist. „Solche Schiffe dürfen eigentlich nicht auslaufen“, sagte Veiko Kommusaar von der estnischen Polizei- und Grenzschutzbehörde. Daher seien Mitarbeiter der Verkehrs- und Transportbehörde an Bord gegangen, um den technischen Zustand des Schiffs, dessen Versicherung und die Dokumente seiner Besatzung zu prüfen. Auf dem Tanker befinden sich demnach 24 Personen. Der Kapitän stamme aus China und kooperiere.

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Artikel über die Ukraine – für Sie recherchiert

Zuletzt hatten mutmaßliche Sabotageakte durch die sogenannte russische Schattenflotte an Kabeln und Leitungen in der Ostsee für Aufsehen gesorgt. Damit sind Tanker und andere Frachtschiffe gemeint, die Russland benutzt, um Sanktionen infolge seines Angriffskriegs gegen die Ukraine zu umgehen und weiter Öl und Gas an befreundete Staaten zu exportieren. Auch Deutschland hat mit dem Tanker „Eventin“ bereits ein Schiff der russischen Schattenflotte beschlagnahmt.

jst/AFP