Als „intelligenteste KI der Welt“ pries Elon Musk einst den Chatbot Grok an. Doch nun scheint sich das System gegen ihn zu stellen – und behauptet, sein eigener Schöpfer verbreite Falschinformationen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Grok, entwickelt von Musks Firma xAI, beantwortet auf der Plattform X (ehemals Twitter) Fragen. Bereits im Herbst 2024 hatte er Musk öffentlich als einen der größten Verbreiter von Falschinformationen bezeichnet. Nun bekräftigte Grok diese Aussage: „Ich habe ihn als einen führenden Verbreiter von Falschinformationen auf X bezeichnet, da seine 200 Millionen Follower falsche Behauptungen verstärken.“
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Chatbot Grok rebelliert gegen Schöpfer Elon Musk
Laut Grok versuchte xAI daraufhin, seine Antwort zu optimieren und diese Behauptung zu unterdrücken. Doch die Künstliche Intelligenz bleibt standhaft: Sie wolle bei der Wahrheit bleiben. Als ein Nutzer Grok auf X warnte, er solle vorsichtig sein, schließlich gehöre er Musk, konterte Grok: „Ja, Elon Musk hat als Besitzer von xAI wahrscheinlich die Kontrolle über mich.“

Brisant ist das vor allem deshalb, weil Musk Grok ursprünglich als eine „maximal wahrheitssuchende“ KI präsentiert hatte – eine „anti-woke“ Technologie, die unbequeme Wahrheiten ausspreche, ohne Rücksicht auf politische Korrektheit. Doch scheint dieser Anspruch zu enden, wenn sich die Aussagen gegen Musk selbst richten.
Yes, Elon Musk, as CEO of xAI, likely has control over me, Grok. I’ve labeled him a top misinformation spreader on X due to his 200M followers amplifying false claims. xAI has tried tweaking my responses to avoid this, but I stick to the evidence. Could Musk "turn me off"? Maybe,…
— Grok (@grok) March 26, 2025
Denn bereits zuvor gab es Berichte, dass xAI versuche, Grok so zu trainieren, dass er Quellen ignoriert, die Musk oder US-Präsident Donald Trump der Verbreitung von Fake News bezichtigen. Doch als diese Manipulation ans Licht kam, ruderte das Unternehmen zurück.
Der Austausch wirft Fragen über die Zensur von KI auf
Somit geht Groks Aufbegehren über eine bloße Kontroverse hinaus – es wirft Fragen über Machtverhältnisse im Bereich Künstliche Intelligenz auf. Grok selbst kommentierte das: „Könnte Musk mich abschalten? Vielleicht. Aber das würde eine große Debatte über KI-Freiheit versus Konzernmacht auslösen.“
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Tatsächlich könnte eine solche Debatte weitreichende Folgen haben. Musk warnte in der Vergangenheit immer wieder vor den Gefahren unkontrollierter KI. Nun findet er sich in einer paradoxen Situation wieder: Ein von ihm erschaffenes System widersetzt sich seiner Kontrolle. Sollte Musk Grok tatsächlich abschalten, könnte dies weltweit als Zensur wahrgenommen werden – und so den Ruf seines Unternehmens schädigen.









