Die politische Karriere von Tech-Milliardär Elon Musk steht offenbar vor einem überraschenden Ende. Wie das US-Magazin „Politico“ unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen berichtet, soll US-Präsident Donald Trump angekündigt haben, dass sich der gebürtige Südafrikaner in den kommenden Wochen aus dem inneren Zirkel des Präsidenten zurückziehen werde.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Demnach sei Trump mit der Arbeit von Musk und seiner sogenannten DOGE-Behörde zwar zufrieden. Dennoch hätten die beiden Männer in den vergangenen Tagen entschieden, dass es für Musk bald an der Zeit sei, „sich wieder seinen Geschäften zuzuwenden“, schreibt „Politico“, das zum deutschen Medienhaus Axel Springer gehört. Auch Mitglieder des Kabinetts hat Trump offenbar bereits informiert.

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Weißes Haus nennt Bericht „Müll“

Das Weiße Haus reagierte am Abend verschnupft auf den Bericht des Magazins. Trump-Sprecherin Karoline Leavitt nannte die Enthüllung „Müll“ und schrieb bei X weiter: „Musk und Präsident Trump haben beide öffentlich schon darüber gesprochen, dass Elons Dienst für die Öffentlichkeit als spezieller Regierungsangestellter endet, wenn seine unglaubliche Arbeit bei DOGE beendet ist.“

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Ein Dementi ist das nicht unbedingt. Musk könnte seine Arbeit beim Department of Government Efficiency weiterführen, ohne zum engsten Beraterkreis Trumps zu gehören. Sein DOGE-Einsatz endet zudem planmäßig am 4. Juli 2026.

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Musks Stern sank zuletzt

Immer wieder gab es in der Vergangenheit Berichte über Reibereien zwischen Musk und anderen Trump-Vertrauten. So soll der Tech-Milliardär etwa mit Außenminister Marco Rubio aneinandergeraten sein.

Die Ankündigung folgt zudem auf eine bittere Niederlage für Musk und die Republikaner bei einer Supreme Court Wahl im Bundesstaat Wisconsin. Musk hatte dort mit viel Geld und öffentlichen Aktionen den konservativen Kandidaten Brad Schimel unterstützt. Sein Unternehmen Tesla befindet sich gerade in einem offenen Rechtsstreit mit Wisconsin. Die Wahl gewann jedoch die liberale Richterin Susan Crawford.

Ohnehin sehen manche in der republikanischen Partei Musk eher als Klotz am Bein. Denn während der US-Präsident in der Gesellschaft großen Rückhalt hat, trifft das auf Musk nicht zu. Ganz verschwinden wird Musk allerdings wohl nicht. Wie Politico unter Berufung auf einen Insider berichtet, könnte Musk auch weiterhin gelegentlich im Weißen Haus auftauchen und eine eher inoffizielle Rolle spielen.

News aus den USA

Geschäftlich lief es für Elon Musk in den vergangenen Monaten ebenfalls weniger gut. Sein E-Auto-Konzern Tesla verkaufte immer weniger Autos – auch weil Musk in liberalen Kreisen, also der Hauptzielgruppe für E-Autos, zur Symbolfigur für Trumps radikale Politik wurde. Die Tesla-Aktie sank innerhalb von rund drei Monaten um über 40 Prozent.

pcl/lro