Nach den Enthüllungen um einen Signal-Chat rund um Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht sich die Trump-Regierung mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Recherchen der „Washington Post“ zufolge sollen Michael Waltz, der Nationale Sicherheitsberater von Donald Trump, und ein hochrangiger Mitarbeiter ihre privaten Konten beim Email-Dienst Gmail für den Austausch vertraulicher Informationen genutzt haben.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Laut der Zeitung ließ sich Waltz seinen offiziellen Terminkalender und andere Arbeitsdokumente an sein privates Konto über den Email-Dienst von Google schicken. Sein Mitarbeiter soll sich demnach sogar über militärische Stellungen und Waffensysteme per Gmail ausgetauscht haben. Die „Washington Post“ beruft sich auf entsprechende Dokumente und drei anonyme Regierungsbeamte.
Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Brian Hughes, wies die Vorwürfe zurück. Waltz habe niemals als geheim eingestuftes Material über sein privates Email-Konto oder eine andere unsichere Plattform geteilt, erklärte er.
News aus den USA
Signal-Chat: Waltz übernimmt Verantwortung für Teilnahme von Journalist
Waltz war bereits Teil der Chatgruppe, die auf dem privaten Messengerdienst Signal Militärgeheimnisse über einen Angriffsplan gegen die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen austauschten. Dafür sieht er sich mit Rücktrittsforderungen der Opposition konfrontiert, die nach den neuesten Enthüllungen lauter werden dürften.
Ende März hatte Waltz die Verantwortung dafür übernommen, dass der „The Atlantic“-Journalist Jeffrey Goldberg in den Gruppenchat ranghoher Regierungsvertreter eingeladen worden war. Trump spielte den Vorfall danach herunter und sprach von einer „Hexenjagd“ gegen Regierungsmitglieder.
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Republikaner attackierten Hillary Clinton für Nutzung von privater Email
Im Wahlkampf zur Präsidentschaftswahl 2016 hatten Trump selbst und die Republikaner die demokratische Kandidatin Hillary Clinton massiv attackiert, weil sie eine private Email-Adresse für dienstliche Kommunikation genutzt hatte.
Gegen sie wurde wegen der Affäre ermittelt, Trump selbst und zahlreiche seiner Anhänger forderten immer wieder Clintons Inhaftierung. Clinton selbst kommentierte den Vorfall mit der Signal-Chatgruppe im Onlinedienst X mit dem Satz: „Das kann doch wohl nicht war sein.“
os/afp








