US-Präsident Donald Trump hat erneut Spekulationen über eine mögliche dritte Amtszeit befeuert – obwohl die US-Verfassung nur zwei Amtszeiten erlaubt. In einem Telefoninterview mit dem Sender NBC am Sonntag ließ Trump durchblicken, dass er eine solche Option ernsthaft in Betracht ziehen könnte. Auf die entsprechende Frage antwortete er: „Ich scherze nicht.“ Wenig später äußerte er sich erneut zu dem Thema und bekräftigte seine Haltung.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Es gebe „Methoden“, mit denen eine dritte Amtszeit möglich sein könnte, sagte der Präsident in dem NBC-Interview. „Viele Leute“ wollten, dass er eine dritte Amtszeit anstrebe.

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„Wir haben fast noch vier Jahre“: Trump macht Andeutungen zu möglichen Szenarien

Auf die Frage des Senders nach einem möglichen Szenario, bei dem Vizepräsident JD Vance als Präsident kandidieren und das Amt dann an Trump abtreten würde, sagte der Republikaner: „Das ist eine Möglichkeit.“ Er fügte hinzu, dass „es andere gibt“, nannte aber zunächst keine weiteren Einzelheiten.

Später äußerte sich der US-Präsident erneut zu der Frage. „Wir haben noch fast vier Jahre vor uns, und das ist eine lange Zeit“, sagte Trump vor Journalisten an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One. Dennoch sagten „so viele Leute“, dass er erneut kandidieren müsse. „Sie lieben die Arbeit, die wir machen“, sagte Trump offenbar mit Blick auf seine politischen Verbündeten und Unterstützer.

Auf die Frage eines Journalisten, ob er vorhabe, sein Amt am 20. Januar 2029 nicht abzugeben, winkte Trump offenbar ab: „Ich erwäge das nicht, aber ich sage Ihnen, dass mich schon mehr Leute gefragt haben, ob ich eine dritte Amtszeit haben möchte.“

News aus den USA

Debatte über dritte Amtszeit: „Er ist so gut, dass wir einen Weg finden müssen“

Trump hatte bereits in den vergangenen Monaten öffentlich mit einer dritten Amtszeit geliebäugelt. Im Januar sagte er, er wisse nicht, ob ihm eine erneute Kandidatur für die Präsidentschaft untersagt sei. Die „New York Times“ berichtete zudem, bereits im November habe Trump vor Kongressmitgliedern gesagt, er werde wohl nicht erneut kandidieren - „es sei denn, ihr sagt mir: “Er ist so gut, dass wir einen Weg finden müssen.“

Während seines Präsidentschaftswahlkampfs hatte Trump im Juli bei einer Versammlung konservativer Christen sogar gesagt, diese müssten „nicht mehr wählen gehen“, falls er die Wahl gewinnen würde.

Seit der Verabschiedung des 22. Verfassungszusatzes im Jahr 1951 ist darin vorgesehen, dass „niemand mehr als zwei Mal“ zum Präsidenten der USA gewählt werden darf. Der republikanische Kongressabgeordnete Andy Ogles hatte im Januar eine Initiative zur Erhöhung der Amtszeitbegrenzung auf drei Perioden eingebracht, ihr werden jedoch keine realistischen Chancen eingeräumt.

lou/afp