An zu wenig Aufwand kann es nicht liegen: 256 Politikerinnen und Politiker hatten in der ersten Phase der Koalitionsgespräche miteinander verhandelt, 16 Arbeitsgruppen produzierten mehr als 150 Seiten Text. Und auf kaum einer davon hat man das Gefühl, dass die Lösungsideen groß genug sind für die Probleme.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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CDU, CSU und SPD verhandeln über die nächste deutsche Regierung in wilden Zeiten: Putin versucht, seine Großmacht-Ambitionen mit Gewalt durchzusetzen, Donald Trump demontiert währenddessen den Westen, China schaut zu und kann sein Glück nicht fassen. Innenpolitisch sieht es nicht viel besser aus. Die deutsche Wirtschaft ist angesichts eines Geschäftsmodells, dessen Voraussetzungen nicht mehr existieren, in echten Schwierigkeiten. Menschen fürchten um ihren Wohlstand und die Zukunft ihrer Kinder. Das Vertrauen, dass demokratische Parteien Probleme lösen können, sinkt, die Umfragewerte der AfD steigen. Die Union selbst hat es festgestellt: Diese Legislatur könnte die letzte sein, in der sich das Ruder rumreißen lässt.

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#11 Armin Laschet über Corona-Fehler, Merz als Kanzler – und seinen Doppelgänger
Meine schwerste Entscheidung
 
Theresa Martus / Funke Zentralredaktion
Theresa Martus, Korrespondentin Bundespolitik.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Nur: Mit dieser Ideensammlung wird das nichts. Auf den vielen Seiten der Arbeitsgruppen finden sich gute und weniger gute Vorschläge. Eine echte Idee, wo es hingehen soll, findet sich nicht. Ein Wahlversprechen der einen Seite hier, eins der anderen Seite da: Union und SPD laufen Gefahr, all jene zu bestätigen, die vor diesem Bündnis gewarnt haben als Koalition des „irgendwie weiter so“.

SPD-Chef Lars Klingbeil stellte am Freitag die Frage: Ist das alles groß genug? Bis jetzt lautet die Antwort: nein. Jetzt liegt es an Klingbeil und CDU-Chef Friedrich Merz, ob sich daran noch etwas ändert.

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