Die FDP und ihr Spitzenpersonal blicken in das dunkle Loch der außerparlamentarischen Opposition. In der kommenden Woche endet mit der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestags die Präsenz der Liberalen auf Bundesebene. In der künftigen Sitzordnung des Parlaments ist nach dem Scheitern bei der Bundestagswahl kein auch noch so schmaler Streifen für die FDP vorgesehen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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In den kommenden vier Jahren wird sich entscheiden, ob die Freien Demokraten noch einmal ein politisches Comeback schaffen – oder ob die verdienstvolle Geschichte dieser Partei ihr Ende nimmt.

Das bisherige Spitzenpersonal hat sich infolge der Wahlniederlage verabschiedet, steht nicht für einen Neuanfang oder will von einem mühsamen Wiederaufbau nichts wissen. Das gesamte Spitzenpersonal? Nein! Einer macht weiter: Christian Dürr. Der bisherige Fraktionschef im Bundestag will seinen Freund und bisherigen Parteichef Christian Lindner beerben und die FDP neu aufrichten. Das reicht, um Dürr zum mutigsten Politiker dieser Woche zu küren.
Christian Dürr glaubt an die Kraft des Einzelnen

Dürr ist 46 Jahre alt, Vater von zwei Kindern. Der ist doch noch jung, der hat sein halbes Leben noch vor sich, der könnte beruflich ganz von vorne anfangen, schießt es einem durch den Kopf. Dürr aber will FDP-Chef werden. Das muss Liebe sein. Niederlagen seien kein Grund aufzugeben, sondern ein Grund aufzustehen, hat der Niedersachse sich als Motivationsspruch zurechtgelegt.
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Kann er damit die frustrierten Liberalen begeistern? Die FDP sei weiter wichtig als Partei, die an die Kraft des Einzelnen glaube, beschwört der Bewerber seine Mission. Für Dürr ist zu hoffen, dass er nicht der Einzige bleibt, der sich noch um die FDP bemüht.








