Vor fünf Jahren begann die Corona-Pandemie und wir alle können heilfroh sein, dass dieser Spuk vorüber ist. Die erste Seuche dieser Art in der Bundesrepublik hat das Gesundheitssystem an den Rand seinen Kapazitäten gebracht und die Freiheit von Bürgerinnen und Bürgern in unerträglicher Weise eingeschränkt. Rentner durften im Park nicht einmal auf der Bank verschnaufen. Millionen Kinder ließ man zu Hause sitzen und Milliarden Euro wurden in hektischen Maskenkäufen verpulvert. Sogar Puffbesitzer wurden von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern entschädigt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Man kann die Liste der Fehler beliebig fortsetzen und muss trotzdem feststellen: Es war richtig, im Zweifel auf Nummer sicher zu gehen und den Gesundheitsschutz der Menschen kompromisslos zu priorisieren. Die Bilder der Militär-Lkw-Schlange mit Särgen aus Italien blieben uns zum Glück erspart.

Coronavirus: Ein Verdacht rückt jetzt in den Fokus
Aber genauso richtig ist es, jetzt aus Fehlern zu lernen und kritisch Schlüsse zu ziehen. Zur Dominanz der staatlichen Seuchenberater, zu unlogischen Einschränkungen von Bürgerrechten und ganz besonders zum Versagen der Schulsysteme, die beim digitalen Unterricht ihren Offenbarungseid leisten mussten.
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Statt über die Lehren zu sprechen, rückt zum Jahrestag jetzt aber ein Verdacht in den Fokus. Hat die Regierung wichtige Erkenntnisse verschwiegen? Warum blieben BND-Informationen über den mutmaßlichen Ausbruchsort des Virus in einem chinesischen Labor geheim? Und warum beteiligt sich jetzt niemand wenigstens entschlossen an der Aufklärung?

Es ist fatal, dass Bürgerinnen und Bürger den Eindruck gewinnen, dass fünf Jahre nach dem Virus die Politik immer noch nicht mit allem, was sie über die Pandemie weiß, herauskommt. So verspielt man unnötig Vertrauen, das spätestens bei der nächsten Pandemie dringend gebraucht wird.





