Es dauerte nur ein paar Minuten, dann hatte Al Green genug von US-Präsident Donald Trumps Rede. Der demokratische Abgeordnete erhob sich von seinem Platz im US-Kongress und unterbrach den Präsidenten mit heftigen Zwischenrufen. Die Folge: Er wurde aus dem Saal geführt.

Montag, Mittwoch, Freitag
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Anlass für Empörung gab es während Trumps Rede immer wieder. Doch Al Green nahm schon zu Beginn Anstoß als Trump behauptete, dass er bei der Wahl im November ein Mandat der Wähler für tiefgreifenden Wandel bekommen habe. Al Green aus dem Bundesstaat Texas rief: Trump habe kein Mandat.
Auch interessant
Später betonte Green, er habe sich darauf bezogen, dass Trump kein Mandat für Kürzungen beim US-Gesundheitssystem Medicaid habe. Die Menschen sollten wissen, dass es Leute gebe, die sich dem Republikaner entgegenstellen.
Trump-Rede im Kapitol: Demokraten protestieren
Trump beklagte sich danach, dass keine Errungenschaft von ihm die Demokraten dazu bringen könne, „zu lächeln oder zu applaudieren“. Das würde selbst dann gelten, wenn er die schlimmste Krankheit auf der Welt heilen oder die Kriminalität auf das niedrigste Niveau aller Zeiten senken sollte, beschwerte er sich. „Das ist sehr traurig und das sollte nicht so sein.“

Während Republikaner im Saal Trumps Rede mit Applaus und „USA“-Rufen feierten, hielten sich die Demokraten zurück und reckten Schilder in die Höhe, auf denen unter anderem dazu aufgerufen wurde, das US-Gesundheitssystem Medicaid zu verteidigen und ehemalige Militärangehörige zu unterstützen.
lro/dpa





