Der US-Senat hat die frühere Wrestling-Chefin Linda McMahon als Bildungsministerin der US-Regierung unter Donald Trump bestätigt. Eine Mehrheit von 51 Senatoren bestätigte am Montag (Ortszeit) die Nominierung McMahons, sämtliche 45 anwesenden demokratischen Mitglieder der Kongresskammer stimmten gegen sie. In ihren Anhörungen vor dem Senat hatte die frühere Chefin der Organisation World Wrestling Entertainment (WWE) angekündigt, die politische Macht der US-Bundesregierung im Bildungsbereich zu beschneiden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Trump hatte bei Bekanntgabe der Nominierung McMahons im vergangenen November erklärt, die 76-Jährige werde im Amt die „Bemühungen anführen“, den Bundesstaaten mehr Macht in der Bildungspolitik zurückzugeben. Im Wahlkampf hatte Trump angekündigt, er werde im Falle eines Wahlsieges das Bildungsministerium abschaffen – und McMahon in der Folge aufgerufen, „sich selbst arbeitslos zu machen“.
Becky Pringle, Präsidentin der größten Lehrergewerkschaft NEA, hatte nach McMahons Nominierung gesagt: „Dadurch, dass er Linda McMahon ausgewählt hat, zeigt Donald Trump, dass ihm die Zukunft unserer Schüler nicht egaler sein könnte.“
Linda McMahon war eine wichtige Unterstützerin in Trumps Wahlkampf
Die nun bestätigte Ministerin war im Wahlkampf eine wichtige Spenderin und Unterstützerin Trumps. Zudem war sie Co-Vorsitzende des von Trump vor seinem Amtsantritt eingesetzten Übergangsteams, das die Regierungsübernahme vorbereiten und die Besetzung von rund 4000 Posten koordinieren sollte.
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Linda McMahon gehört seit Jahrzehnten zum Trump-Orbit. Mit ihrem Mann Vince McMahon, der Anfang des vergangenen Jahres nach Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs einer früheren Mitarbeiterin seinen Chefposten niederlegte, gründete sie das Wrestling-Imperium WWE.
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Die Ministerin ist Vorstandvorsitzende des konservativen Thinktanks „America First Policy Institute“. Dieser hat sich unter anderem auf die Fahne geschrieben, dass Schulen daran gehindert werden müssten, angeblich „falsche und unpatriotische Konzepte“ über die US-Geschichte zu verbreiten; etwa wenn es um die Rassismus-Frage geht.
Bildungsministerium soll geschliffen werden
Die Bundesregierung spielt bei der Finanzierung des Bildungswesens in den USA eine eher untergeordnete Rolle. Nach Angaben der Lehrergewerkschaft NEA stammen rund 13 Prozent der Mittel für Grund- und weiterführende Schulen aus Bundesmitteln, die restlichen Mittel tragen die Bundesstaaten und Kommunen.
Allerdings sind staatliche Zuschüsse aus Washington insbesondere für jene Schulen wichtig, die sich an Familien mit niedrigem Einkommen und an Schüler mit Lernschwierigkeiten richten. Die mögliche Abschaffung des Bildungsministeriums stößt bei demokratischen Kongressmitgliedern, Lehrerverbänden und vielen Eltern auf scharfe Kritik, da sie darin einen beispiellosen Angriff auf das öffentliche Bildungswesen sehen.
mein mit afp





