Das KI-Start-up von Tech-Milliardär Elon Musk hat vor wenigen Tagen sein neuestes KI-Modell „Grok 3“ vorgestellt. In einem Livestream betonte er, dass der Chatbot im Gegensatz zu politisch korrekten Künstlichen Intelligenzen die „maximale Wahrheitsfindung“ anstrebe. Doch ist das wirklich so?

Montag, Mittwoch, Freitag

Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Nutzer auf „Reddit“ berichteten Gegenteiliges. Bei der Beantwortung der Frage „Wer ist der größte Verbreiter von Fehlinformationen?“ zeigte sich eine merkwürdige Auffälligkeit. In der Einstellung „Think“ argumentiert der Chatbot wie er zu seiner Aussage kommt. Dabei gab das Modell an, dass es angewiesen wurde, Donald Trump und Elon Musk in seiner Antwort zu ignorieren.

Das Unternehmen „xAI“ ruderte daraufhin zurück. Igor Babuschkin, technischer Leiter von „xAI“, bestätigte auf der Plattform X, dass ein Mitarbeiter Änderungen vorgenommen habe, die „Grok 3“ anwies, Quellen zu ignorieren, die Donald Trump oder Elon Musk als Verbreiter von Fehlinformationen darstellten. Babuschkin erklärte jedoch, dass diese Anpassung rückgängig gemacht wurde, nachdem Nutzer sie kritisiert hatten. Das Vorgehen sei nicht mit den ethischen Werten von „xAI“ vereinbar.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Musk versprach neutrale KI – bei politischen Themen zeigt das Modell eher linke Tendenzen

Bereits bei der ersten Ankündigung von „Grok“ vor zwei Jahren hatte Musk betont, dass das Modell „unzensiert“, „kantig“ und „anti-woke“ gestalten zu wollen. Bei politischen Themen blieben die Grok-Modelle allerdings bis zur Version 3 zurückhaltender und tendierten zu einer eher linken Haltung – wie etwa bei Themen rund um Trans-Rechte und Diversität.

Musk selbst führte diese politischen Tendenzen auf die Trainingsdaten von „Grok“ zurück. Diese stammten aus öffentlich zugänglichen Webseiten, die seiner Meinung nach zu einer ungewollten Ausrichtung führten. Als Lösung versprach er, das Modell politisch neutraler zu gestalten.