Das KI-Start-up von Tech-Milliardär Elon Musk hat vor wenigen Tagen sein neuestes KI-Modell „Grok 3“ vorgestellt. In einem Livestream betonte er, dass der Chatbot im Gegensatz zu politisch korrekten Künstlichen Intelligenzen die „maximale Wahrheitsfindung“ anstrebe. Doch ist das wirklich so?

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Nutzer auf „Reddit“ berichteten Gegenteiliges. Bei der Beantwortung der Frage „Wer ist der größte Verbreiter von Fehlinformationen?“ zeigte sich eine merkwürdige Auffälligkeit. In der Einstellung „Think“ argumentiert der Chatbot wie er zu seiner Aussage kommt. Dabei gab das Modell an, dass es angewiesen wurde, Donald Trump und Elon Musk in seiner Antwort zu ignorieren.
Das Unternehmen „xAI“ ruderte daraufhin zurück. Igor Babuschkin, technischer Leiter von „xAI“, bestätigte auf der Plattform X, dass ein Mitarbeiter Änderungen vorgenommen habe, die „Grok 3“ anwies, Quellen zu ignorieren, die Donald Trump oder Elon Musk als Verbreiter von Fehlinformationen darstellten. Babuschkin erklärte jedoch, dass diese Anpassung rückgängig gemacht wurde, nachdem Nutzer sie kritisiert hatten. Das Vorgehen sei nicht mit den ethischen Werten von „xAI“ vereinbar.
I believe it is good that we're keeping the system prompts open. We want people to be able to verify what it is we're asking Grok to do. In this case an employee pushed the change because they thought it would help, but this is obviously not in line with our values. We've…
— Igor Babuschkin (@ibab) February 23, 2025
Musk versprach neutrale KI – bei politischen Themen zeigt das Modell eher linke Tendenzen
Bereits bei der ersten Ankündigung von „Grok“ vor zwei Jahren hatte Musk betont, dass das Modell „unzensiert“, „kantig“ und „anti-woke“ gestalten zu wollen. Bei politischen Themen blieben die Grok-Modelle allerdings bis zur Version 3 zurückhaltender und tendierten zu einer eher linken Haltung – wie etwa bei Themen rund um Trans-Rechte und Diversität.
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Musk selbst führte diese politischen Tendenzen auf die Trainingsdaten von „Grok“ zurück. Diese stammten aus öffentlich zugänglichen Webseiten, die seiner Meinung nach zu einer ungewollten Ausrichtung führten. Als Lösung versprach er, das Modell politisch neutraler zu gestalten.








