Wer saß da eigentlich vor den Journalisten in Berlin und stellte am Dienstagmorgen seinen „Masterplan Migration“ vor? Der Bundesinnenminister? Der CSU-Vorsitzende? Oder womöglich der Seehofer Horst aus Ingolstadt, als Privatmann sozusagen?

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Klar ist: Der Ego-Trip Seehofers fand eine Fortsetzung. Ganz so, als hätte es nie eine Einigung in der Koalition gegeben, legte der Bayer seine Sicht der Dinge dar. Ohne Rücksicht auf CDU und SPD, wo man sich verwundert die Augen gerieben haben dürfte.

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Und das nicht nur, weil Seehofer unbeirrt von sprach, aus denen Asylbewerber direkt in die zuständigen Länder zurückgewiesen werden sollen. Eine Sprachregelung, die die SPD erfolgreich aus dem verbannt hatte. Auch andere Punkte in dem Dokument dürften den Sozialdemokraten bitter aufstoßen.

Seehofer: Das ist kein Plan der Koalition

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Aber das stört offenbar wenig. Sein Papier sei kein „Plan der Koalition“, ließ er am Dienstag wissen. Was wohl so viel heißen soll wie: „Mir doch egal, was die Koalition beschließt, ich habe meinen eigenen Plan.“ Dass der in Teilen kaum Chancen auf Umsetzung haben dürfte, scheint ihn nicht zu stören.

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hat seinen eigenen Plan – und dabei ist es ihm egal, ob er gerade als Minister, Parteichef oder als Horst Seehofer wahrgenommen wird. Denn in Wahrheit ist der Mann, der da seinen präsentierte, aktuell vor allem eines: Wahlkämpfer der CSU.

In Bayern wird im Oktober gewählt; man darf davon ausgehen, dass Seehofer bis dahin noch einiges aus der Tasche ziehen wird. Motto: Zuerst die Partei, dann das Land – und dann, vielleicht, die Koalition in Berlin.