Koalitionen

CDU-Politiker Kretschmer lehnt Zusammenarbeit mit AfD ab

Björn Höcke von der AfD hat der CDU eine Kooperation angeboten. Doch die CDU-Spitze lehnt solch eine Zusammenarbeit entschieden ab.

CDU Thüringen: Keine Koalition mit Linken oder AfD

AfD-Co-Chef Gauland sagt, Höcke stehe "mitten in der AfD".

Beschreibung anzeigen

Berlin. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Forderungen aus AfD und CDU nach einer Zusammenarbeit zurückgewiesen. „Die AfD ist nicht bürgerlich und auch nicht konservativ, sondern in Teilen extremistisch“, sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion.

„Gerade in Thüringen, wo die AfD von einem Björn Höcke geführt wird, sieht man das besonders. Es gibt keine Zusammenarbeit.“ Eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei schloss Kretschmer ebenfalls aus.

Die Linke sei „die Partei, die uns in der DDR 40 Jahre lang eingesperrt hat“, sagte er. „Die Linke hat im Wahlkampf mit dem demokratischen Sozialismus geworben. Es kann doch nicht wahr sein, dass sie für Sozialismus eintreten, 30 Jahre nach dem Mauerfall.“ Kretschmers Fazit: „Es gibt keine Koalition und keine Zusammenarbeit mit AfD und Linkspartei.

Björn Höcke bietet Zusammenarbeit von AfD mit der CDU an

AfD-Landeschef Björn Höcke hat derweil den Christdemokraten demonstrativ angeboten, eine von ihnen geführte Minderheitsregierung zu unterstützen. In einem Schreiben an die Landesvorsitzenden von CDU und FDP, Mike Mohring und Thomas Kemmerich, regt Höcke an, „gemeinsam über neue Formen der Zusammenarbeit ins Gespräch zu kommen“.

„Eine von unseren Parteien gemeinsam getragene Expertenregierung oder eine von meiner Partei unterstützte Minderheitsregierung wären denkbare Alternativen zum „Weiter so“ unter Rot-Rot-Grün“, heißt es in dem von Höcke unterzeichneten Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte der MDR darüber berichtet.

Nachdem 17 CDU-Politiker in Thüringen Gespräche mit der AfD nach der Landtagswahl gefordert hatten, gab es schon am Dienstag eine Absage aus der Bundesspitze. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nannte die Idee zu Vorschlägen mit der AfD „irre“. (gau/dpa)