Reise

Russland soll AfD-Politikern Privatflüge bezahlt haben

Frauke Petry, Markus Pretzell und ein dritter AfD-Politiker flogen 2017 nach Moskau. Pikant: Russland soll den Flug bezahlt haben.

Frauke Petry und Marcus Pretzell in der Bundespressekonferenz in Berlin im Mai 2017.

Frauke Petry und Marcus Pretzell in der Bundespressekonferenz in Berlin im Mai 2017.

Foto: Imago/Müller-Stauffenberg / imago/Müller-Stauffenberg

Berlin.  Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ hat die russische Regierung drei AfD-Politikern Flüge in einem Privatflugzeug nach Russland bezahlt. Bei den Politikern soll es sich um den Europa-Abgeordneten Marcus Pretzell, Frauke Petry (damals noch in der AfD) und Julian Flak handeln. Die Reise wurde im Februar 2017 unternommen.

Die „FAZ“ berichtet, die Flüge in einem Privatflugzeug sollen einen Wert von rund 25.000 Euro gehabt haben. Sollten die Vorwürfe stimmen, wäre es die erste Zuwendung dieser Größe aus Russland an die AfD.

Pretzell soll Reisekostenübernahme zugegeben haben

Bereits vor einem Jahr hatte es unbestätigte Gerüchte über eine kostspielige Reise der Politiker gegeben. Erst jetzt aber hätten Pretzell und Flak der Zeitung gegenüber die Reisekostenübernahme zugegeben. Laut Pretzell sollen die Politiker allerdings nicht im Auftrag der AfD in Moskau gewesen sein.

Weiter heißt es in dem Bericht, die Abgeordneten hätten die Geldgeber ihrer Reise dennoch an die Parlamentsverwaltungen in Brüssel melden müssen, was nicht geschehen sei. Auch könnte die Übernahme der Flugkosten eine Einnahme im Sinne des Parteiengesetzes sein, dann handle es sich um eine illegale Parteispende aus dem Ausland.

Politiker fordern Erklärung von AfD

Sowohl der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), als auch der Grünen-Abgeordnete Omid Nouripour forderten laut der Zeitung Aufklärung über die Details des Kontakts. (aba)