Strafmandate

54 Knöllchen: AfD-Vize Gauland droht offenbar „Idiotentest“

AfD-Vize Gauland hat offenbar in sechs Monaten 54 Strafmandate angesammelt – durch regelmäßiges Falschparken. Das könnte Folgen haben.

Der brandenburgische AfD-Fraktionschef Alexander Gauland hat angekündigt, auch weiterhin nur dann legal zu parken, wenn er einen Parkplatz findet.

Der brandenburgische AfD-Fraktionschef Alexander Gauland hat angekündigt, auch weiterhin nur dann legal zu parken, wenn er einen Parkplatz findet.

Foto: WOLFGANG RATTAY / REUTERS

Potsdam.  AfD-Vize Alexander Gauland verstößt nach einem Zeitungsbericht regelmäßig gegen die Regeln der Straßenverkehrsordnung. Die „Bild“ berichtet von 54 Knöllchen im zurückliegenden Halbjahr. Es gehe um regelmäßiges Falschparken. Auch habe Gauland in den vergangenen Monaten bereits zwei Mal den Führerschein für vier Wochen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen abgegeben müssen.

Gauland hatte, auf sein Falschparken angesprochen, erst vor wenigen Tagen mit abfälligen Äußerungen über Polizisten Entrüstung ausgelöst. So soll er Beamte als „Knallchargen“ verunglimpft haben. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hatte den 75-Jährigen daraufhin daran erinnert, dass Recht und Gesetz in Deutschland für alle gelten.

Gauland will nur legal parken, wenn er einen Parkplatz findet

In der „Bild“-Zeitung kündigte der brandenburgische AfD-Fraktionschef nun an, auch weiterhin nur dann legal zu parken, wenn er einen Parkplatz finde – „aber manchmal gibt es keinen“. Ein Mitarbeiter der Brandenburger Bußgeldstelle sagte der Zeitung: „Wenn jemand durch Verhalten, Äußerungen und eine Vielzahl gleichartiger Verstöße zu erkennen gibt, dass er sich nicht an Recht und Gesetz halten will, kann die Straßenverkehrsbehörde eine medizinisch-psychologische Untersuchung anordnen und den Führerschein einziehen.“ Dies werde jetzt von Potsdams Behörden geprüft, schreibt „Bild“ (Bezahlinhalt). (epd)