CSU-Parteitag

Merkel lehnt von CSU geforderte Flüchtlingsobergrenze ab

Absage für die CSU: Kanzlerin Merkel will keine Obergrenze für Flüchtlinge einführen, sondern ihre Zahl auf anderem Weg reduzieren.

Eine Obergrenze für Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, wird es mit Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht geben.

Eine Obergrenze für Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, wird es mit Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht geben.

Foto: Matthias Balk / dpa

München.  Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Forderung der CSU nach einer Obergrenze für die Aufnahme neuer Flüchtlinge in Deutschland abgelehnt. Beim CSU-Parteitag in München betonte Merkel am Freitag, sie wolle eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen über eine internationale Lösung erreichen.

Die „Mega-Herausforderung“ der vielen Flüchtlinge müsse so gelöst werden, dass die Europäische Union keinen dauerhaftem Schaden nehme, sagte die CDU-Vorsitzende vor den gut 1000 Delegierten der Schwesterpartei. „Wenn wir das wollen, müssen wir alle Kraft in eine europäische, internationale Lösung setzen.“

Angela Merkel will „im Interesse aller“ handeln

Merkel nannte unter anderem den Schutz der EU-Außengrenzen und eine Vereinbarung über legale Migration mit der Türkei. „Mit diesem Ansatz, so die Zahl der Flüchtlinge zu reduzieren, schaffen wir es im Unterschied zu einer einseitig festgelegten nationalen Obergrenze, im Interesse aller zu handeln.“ Der CSU-Parteitag hatte zuvor für eine nationale Obergrenze gestimmt. (dpa)