"Deso Dogg"

Berliner IS-Dschihadist Denis Cuspert ist tot

Der IS-Kämpfer Denis Cuspert ist bei einem Angriff in Syrien getötet worden. Gerüchte um den Berliner Ex-Rapper gab es schon oft.

Vom Gangster-Rapper zum Dschihadisten: Der Kreuzberger Denis Cuspert sang einst über das harte Leben „am Kotti“. In Syrien wurde er zum Propagandisten des „Islamischen Staates“

Vom Gangster-Rapper zum Dschihadisten: Der Kreuzberger Denis Cuspert sang einst über das harte Leben „am Kotti“. In Syrien wurde er zum Propagandisten des „Islamischen Staates“

Foto: hpl / dpa

Gerüchte hatte es vor allem in sozialen Netzwerken in den vergangenen Wochen immer wieder gegeben. Jetzt scheint Gewissheit zu herrschen: Der IS-Dschihadist und frühere Berliner Rapper Denis Cuspert ist bei Luftangriffen in Syrien getötet worden.. Nach einem Bericht von CNN hat eine Pentagon-Sprecherin den Tod des ehemaligen Rappers „Deso Dogg“ bestätigt.

Demnach soll Cuspert schon vor zwei Wochen bei einem Luftangriff auf IS-Stellungen getötet worden sein. Auch andere IS-Mitglieder sind dabei angeblich ums Leben gekommen. Das auf Terrorismusbeobachtung spezialisierte US-Webportal Site hatte berichtet, sein Fahrzeug sei in der Region von Tabkah unweit von Al-Rakka getroffen worden, der inoffiziellen Hauptstadt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). In sozialen Medien zirkulierten Bilder, die angeblich den Leichnam Cusperts nach einer Bombardierung am 16. Oktober zeigen.

Cuspert alias „Deso Dogg“ hatte unter dem Namen „Abu Talha al-Almani“ in zahlreichen IS-Videos zu Gewalt aufgerufen und mit islamistischen Anschlägen gedroht. Die USA setzten den gebürtigen Berliner auf ihre Terroristenliste. Der Extremist wurde bereits mehrfach für tot erklärt. Solche Berichte aus Syrien waren von unabhängiger Seite bisher nur schwer zu überprüfen. Auch der Generalbundesanwalt ermittelte gegen ihn.