Entscheidung

Kämpfe um Aleppo flammen wieder auf

Sie Schlacht um Aleppo könnte das Schicksal Syriens entscheiden. In der Nacht kam es zur Kampfpause. Nun gab es wieder heftige Gefechte.

Nach der nächtlichen Gefechtspause sind die Kämpfe um Aleppo am Sonntagmorgen wieder aufgeflammt. Syrische Regierungstruppen und Regimegegner lieferten sich heftige Gefechte um die Kontrolle der Wirtschaftsmetropole. Die Regierungstruppen setzten dabei erneut Kampfflugzeuge ein.

Aktivisten erklärten, besonders schwer seien die Angriffe in den Stadtteilen Salaheddine und Saif al Dawla im Südwesten. Die Gebiete wurden von den Rebellen in der vergangenen Woche erobert. Auch die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete Gefechte und Explosionen in Aleppo.

Trotz heftigem Beschuss aus Raketenwerfern und Helikoptern machen die syrischen Regierungstruppen bei ihrer Offensive gegen Aufständische in Aleppo vorerst keine Fortschritte. „Unsere Positionen sind unverändert“, sagte der Rebellenkommandeur Abu Omar al-Halebi am Sonntagmorgen.

Die Regierung erklärte, Sicherheitskräfte verfolgten in Salaheddine bewaffnete Gruppen. Die amtliche Nachrichtenagentur SANA zitierte einen Behördenvertreter in Aleppo mit den Worten, die Soldaten würden die Terroristen solange verfolgen, bis die Stadt von den Banden befreit sei. Dabei könnten sie aber bislang keinen entscheidenden Vorstoß verzeichnen, sagte Rebellenkommandeur Al-Halebi.

Die Regierungstruppen hatten am Vortag mit ihrer seit Tagen erwarteten Offensive in Aleppo begonnen. Unterstützt von Kampfjets, Hubschraubern und schwerer Artillerie waren Panzer und Soldaten gegen die FSA-Stellungen vorgerückt. Die FSA-Kämpfer schlugen die Attacken nach eigene Angaben zurück. Nach Darstellung der Syrischen Menschenrechtsbeobachter in London wurden am Samstag in Aleppo 17 Zivilisten, 13 Aufständische und eine nicht näher genannte Zahl von Regierungssoldaten getötet.

( dpa/dpad/ap )

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