Wulff-Zitate als Bundespräsident

"Aus Niederlagen mehr gelernt als aus Siegen"

Christian Wulff ist am Freitag zurückgetreten. Morgenpost Online hat die markantesten Zitate aus seiner Zeit als Bundespräsident zusammengestellt.

„Aus Niederlagen habe ich immer mehr gelernt als aus Siegen.“

(am 30. Juni 2010 in seiner ersten Rede als Staatsoberhaupt zum Ende der 14. Bundesversammlung, in der er drei Wahlgänge brauchte)

„Ich bin dankbar dafür, nun in diesem Amt dienen zu dürfen.“

(am 2. Juli 2010 in Berlin nach Ablegen seines Amtseides)

„Auf das Amt des Bundespräsidenten kann man nicht hinarbeiten. Dafür kann man sich nicht bewerben. Man kann dann, wenn sich die Chance bietet, beherzt zugreifen: Das habe ich gemacht und es bisher keine Sekunde bereut.“

(am 1. September 2010 in der Dresden erscheinenden „Sächsischen Zeitung“)

„Wir sind ein Volk“! Dieser Ruf der Einheit muss heute eine Einladung sein an alle, die hier leben.„

“Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.„

(am 3. Oktober 2010 in Bremen auf dem Zentralen Festakt zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung)

“Das Christentum gehört zweifelsfrei zur Türkei.„

(am 19. Oktober 2010 in seiner Rede vor dem türkischen Parlament in Ankara)

“Wir brauchen nicht Wutbürger, sondern mehr Mutbürger.„

(am 24. Februar 2011 auf der Veranstaltung “Biedermeier oder Bürgertum – Neues Miteinander in der Gesellschaft„ in Berlin)

“Religion ist keine Lizenz zum Töten.„

(am 11. September 2011 bei der Eröffnung der Internationalen Friedenstage in München)

“Was voller Hoffnung als Arabischer Frühling begonnen hat, darf nicht als Herbst der Enttäuschung enden.„

(am 22. November 2011 in Berlin bei der Verleihung des Roland-Berger-Preises für Menschenwürde)

“Ich erkenne an, dass hier ein falscher Eindruck entstehen konnte. Ich bedauere das. Es wäre besser gewesen, wenn ich auf die Anfrage der niedersächsischen Abgeordneten im Landtag über die konkreten Fragen hinaus auch diesen privaten Vertrag mit Frau Geerkens erwähnt hätte, denn in der Sache hatte und habe ich nichts zu verbergen.„

(am 15. Dezember 2011 in einer Erklärung über den Privatkredit des Unternehmerpaares Geerkens zur Finanzierung seines Hauses)

“Man muss selber wissen, was man macht, und das muss man verantworten. Das kann ich. Und das ist das Entscheidende.„

(am 17. Dezember 2011 im Hörfunksender MDR Info)

“Das war nicht gradlinig, und das tut mir leid.„

“Ich sage aber auch deutlich, zu keinem Zeitpunkt habe ich in einem meiner öffentlichen Ämter jemandem einen unberechtigten Vorteil gewährt.„

“Ich weiß um meine Verantwortung als Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Ich werde das Amt auch in Zukunft gewissenhaft und mit ganzer Kraft ausfüllen."

(am 22. Dezember 2011 in einer Stellungnahme im Schloss Bellevue zu seinem Agieren in der Affäre)

„Ich möchte nach fünf Jahren eine Bilanz vorlegen, dass ich ein guter, erfolgreicher Bundespräsident war.“

„Der Anruf bei dem Chefredakteur der 'Bild'-Zeitung war ein schwerer Fehler, der mit leidtut, für den ich mich entschuldige.“

(am 4. Januar 2012 in einem Interview mit den Fernsehsendern ARD und ZDF)

„Die letzten Tage waren jedenfalls so – die letzten Wochen -, dass man in meinem Leben jedenfalls das sich nicht noch einmal zumuten muss. Also insofern denke ich mal, werden Sie Verständnis dafür haben, dass ich mich freue, dass das Jahr 2012 jetzt losgeht und man sich wieder seinen eigentlichen Aufgaben zuwenden kann.“

(am 6. Januar 2012 beim Empfang der Sternsinger im Berliner Schloss Bellevue auf die Frage, wie er sich fühle)

„Unser Land, die Bundesrepublik Deutschland, braucht einen Präsidenten, der sich uneingeschränkt diesen und anderen nationalen, sowie den gewaltigen internationalen Herausforderungen widmen kann. Einen Präsidenten, der vom Vertrauen nicht nur einer Mehrheit, sondern einer breiten Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger getragen wird. Die Entwicklung der vergangenen Tage und Wochen hat gezeigt, dass dieses Vertrauen, und damit meine Wirkungsmöglichkeiten, nachhaltig beeinträchtigt sind. Aus diesem Grund wird es mir nicht mehr möglich, das Amt des Bundespräsidenten nach innen und nach außen so wahrzunehmen, wie es notwendig ist. Ich trete deshalb heute vom Amt des Bundespräsidenten zurück, um den Weg zügig für die Nachfolge freizumachen.“

(am 17. Februar 2012 in seiner Rücktrittserklärung)