Arztbericht

"Tabakfrei" – Was der Leibarzt über Obama verrät

Barack Obamas Leibarzt stellt dem US-Präsidenten ein gutes Zeugnis aus: Obama sei kerngesund. Dass er nun auch der Zigarette abgeschworen hat, könnte ihm im Wahlkampf helfen.

Foto: Screenshot Welt Online

Er wiegt 82 Kilo bei einer Körpergröße von 1,85 Meter, er trinkt Alkohol "gelegentlich, in Maßen" und, das ist neu, er ist Nichtraucher. Leibarzt Dr. Jeffrey C. Kuhlman hat Barack Obama ein gutes Zeugnis ausgestellt.

Der Präsident der USA, im August 50 Jahre alt geworden, ist aus Sicht des Arbeits-, Luft- und Raumfahrtmediziners fit für eine Wiederwahl im November 2012. Obama ernähre sich gesund, heißt es in dem zweiseitigen Papier, sein Blutdruck sei mit einem Wert von 107/71 mmHg "normal" und der von 209 mg/dL im Februar 2010 auf 193 reduzierte Cholesterin-Spiegel "ideal".

Gelegentlich nimmt er entzündungshemmende Medikamente

Das begrenze das Risiko einer Herzerkrankung in den nächsten zehn Jahren auf zwei Prozent. Gelegentlich nehme der Präsident entzündungshemmende Medikamente in "Perioden erhöhter körperlicher Betätigung".

Insgesamt erfreue sich der Präsident "exzellenter Gesundheit" und sei "fit fürs Amt", fasst Kuhlman zusammen.

Als der Griff des Präsidenten zur Zigarette zuletzt thematisiert wurde, nämlich in der vorangegangenen medizinischen Untersuchung im Februar 2010, empfahlen ihm die Ärzte noch eine Fortsetzung seiner Bemühungen, das Rauchen aufzugeben.

2009 – Zu 95 Prozent von der Sucht kuriert

Im Juni 2009 gab der Präsident auf entsprechende Fragen an, er sei "zu 95 Prozent" von der in seiner Jugend erworbenen Sucht kuriert, was eher als Signal verstanden wurde, dass er nicht mehr in Anwesenheit seiner Frau Michelle und der Töchter Malia und Sasha zur Kippe greife.

Dass Obama jetzt laut Kuhlman "tabakfrei" ist, mag dem Präsidenten Pluspunkte unter gesundheitsbewussten Wählern verschaffen.

Denn Herman Cain, der derzeit in Umfragen überraschend das Feld republikanischer Möchtegern-Herausforderer anführt, machte zuletzt nicht nur Schlagzeilen durch angebliche sexuelle Belästigungen zweier Ex-Mitarbeiterinnen, sondern auch durch einen Wahlspot, in dem Cains Chefberater ungeniert in die Kamera qualmt.