+++ 15.50 Uhr: Unmittelbar vor seiner Vereidigung zum 44. US-Präsidenten ist Barack Obama am Dienstag gemeinsam mit seiner Frau Michelle zum Kaffee bei George und Laura Bush im Weißen Haus eingetroffen. Das Treffen im persönlichen Rahmen zwischen dem scheidenden und dem künftigen Präsidenten hat Tradition. Michelle hatte ein Geschenk in einer weißen Schachtel mitgebracht. Beide Ehepaare begrüßten sich auf den Stufen des Weißen Hauses herzlich. Zuvor hatten die Obamas gemeinsam mit dem künftigen Vizepräsidenten Joe Biden und dessen Frau Jill in Washington einen Gottesdienst besucht. +++

+++14.55 Uhr: Wenige Stunden vor seiner Vereidigung zum 44. US-Präsidenten haben sich Barack Obama und seine Frau Michelle in Washington zu einem Gottesdienst eingefunden. An dem traditionellen Kirchgang in der St. John's Episcopal Church, die auch als „Gotteshaus der Präsidenten“ bekannt ist, nahmen am Dienstag auch der künftige Vizepräsident Joe Biden und dessen Frau Jill teil. +++


+++14.22 Uhr: Auch ihr hohes Alter von 105 Jahren konnte eine Obama-Anhängerin nicht davon abhalten, bei der Vereidigung des ersten schwarzen US-Präsidenten dabeizusein. Wie der US-Radiosender NPR berichtet, ist Ella Mae Johnson für die historische Amtseinführung aus der Nähe von Cleveland in Ohio nach Washington gereist. Klirrende Kälte und die Massen von Menschen konnten sie nicht davon abhalten, so nah wie möglich dabei zu sein. Eine Pflegerin wollte Johnson im Rollstuhl schieben. +++

+++13.59 Uhr: Der scheidende amerikanische Vizepräsident Dick Cheney hat sich beim Umzug in sein neues Heim nahe der Hauptstadt Washington an einer Kiste verhoben und dabei den Rücken verrenkt. Der 67-Jährige sei deswegen gezwungen, die Amtseinführung Barack Obamas am Dienstag im Rollstuhl sitzend zu verfolgen, berichtet US-Fernsehsender MSNBC. +++

+++13.04 Uhr: Gemäß der Tradition hat George W. Bush seinem Nachfolger im Weißen Haus eine kurze Grußbotschaft hinterlassen. Bush schrieb die Zeilen am Montag und legte sie in die oberste Schublade des Schreibtischs im Oval Office. Sprecherin Dana Perino erklärte, es gehe darum, dass Obama ein neues Kapitel in der Geschichte der Vereinigten Staaten aufschlage und Bush seinem Nachfolger alles Gute dabei wünsche. +++


+++12.13 Uhr: Sechs Stunden vor der Vereidigung von Barack Obama zum neuen US-Präsidenten strömen bereits zehntausende Menschen in die Washingtoner Innenstadt. Die U-Bahnen der Stadt sind schon jetzt teilweise völlig überfüllt. An den Kontrollposten zum Eingang in die Zuschauerzonen rund um das Kapitol bildeten sich bei eisigen Temperaturen mehrere hundert Meter lange Menschenschlangen. Insgesamt werden zwei Millionen Menschen erwartet.


Für den heutigen Tag ist der Ablauf minuziös festgelegt. Nach einem Kirchgang und einer kurzen Zusammenkunft mit dem scheidenden Präsidenten im Weißen Haus beginnt die offizielle Vereidigungszeremonie um 17.30 Uhr MEZ. Als erster wird Vize-Präsident Joe Biden die kurze Eidesformel sprechen. Obama wird bei der Zeremonie seine linke Hand auf eine Bibel des früheren Präsidenten Abraham Lincoln legen, der 1863 die Abschaffung der Sklaverei verkündet hatte. Um 20 Uhr MEZ beginnt dann die große Parade vom Kapitol zum Weißen Haus, bei der 10.000 Teilnehmer mitmarschieren sollen. Am Abend stehen zahlreiche Bälle an, auf denen Obama und seine Frau Michelle zum Ehrentanz erwartet werden.


Mehr als 40.000 Soldaten und Polizisten sind im Einsatz. Auf den Dächern der Innenstadt sind Scharfschützen postiert. Die Menschen, die sich den Ereignissen der Vereidigung nähern, müssen Kontrollen wie auf einem Flughafen über sich ergehen lassen. Die Brücken über dem Potomac-Fluss wurden gesperrt, die Sicherheitszone in der Innenstadt rund um das Weiße Haus ist größer als bei jeder anderen Vereidigungsfeier zuvor. U-Bahnen und Busse sind bereits seit 4 Uhr im Sondereinsatz.


Dennoch warnten die Verkehrsbehörden, es könnte Stunden dauern, um zum Ort der Feierlichkeiten zu gelangen. +++



dpa/afp/ap/fas