Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will die Zahl von Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch eindämmen. Die Benutzung von immer mehr englischen Begriffen, auch in der Politik, schließe die Bevölkerung zu großen Teilen aus, sagte Ramsauer dem "Tagesspiegel“.
Anfang 2010 hatte Ramsauer Anglizismen in seinem eigenen Ministerium verboten. Seine Initiative sei ein Erfolg gewesen, den er seinen Kabinettskollegen zur Nachahmung empfehle. Auf Ramsauers Initiative hin wurden englische Begriffe wie zum Beispiel "Laptop“, "Ticket“ oder "Flipchart“ durch deutsche Begriffe wie "Klapprechner“, "Fahrschein“ und "Tafelschreibblock“ ersetzt.
Die Kampagne habe ihm "Tausende Zuschriften und Anrufe“ aus der Bevölkerung einbracht, sagte Ramsauer, und zwar mit "100 Prozent Zustimmung“. Die Einsicht daraus sei für ihn als Politiker: "Dem Volk aufs Maul geschaut! Und schon weiß ich, was die Nöte, Sorgen und Probleme der Menschen sind. Und vor allen Dingen, was ich zu tun habe, um Abhilfe zu schaffen."
Ramsauer zeigte sich überzeugt davon, dass es auch bei der Bahn AG zu einer Rückübersetzung von englischen Begriffen kommen werde. Bahnchef Rüdiger Grube sei ein "pragmatischer und handfester Mann, der in seinem Unternehmen in jeder Hinsicht aufräumen wird – auch in dieser!“
dapd/jw





